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Borussia Mönchengladbach: Remis reicht zum Weiterkommen aus

Borussia Mönchengladbach : Borussia will im Endspiel gar nicht erst zocken

Gladbach reicht am Donnerstag (19 Uhr/Live-Ticker) gegen den FC Zürich ein Remis zum Weiterkommen. Doch auf einen Punkt will kein Borusse spielen.

Gladbach reicht am Donnerstag (19 Uhr/Live-Ticker) gegen den FC Zürich ein Remis zum Weiterkommen. Doch auf einen Punkt will kein Borusse spielen.

Als Pokerspieler kennt sich Max Kruse aus mit dem Zocken. Mit Bluffen. Mit einem genau passenden Blatt. Und doch wäre Poker genau die falsche Sportart, aus der sich Kruse und seine Borussen bedienen könnten, wenn es um die zielführende Strategie geht, um das Endspiel in der Europa-League-Gruppe A gegen den FC Zürich erfolgreich zu bestreiten. Zwar würde Gladbach schon ein Remis fürs Weiterkommen reichen, doch auf ein Remis spielen, das will, so tun es die Borussen kund, niemand. "Natürlich wollen wir unbedingt gewinnen, damit wir Gruppenerster bleiben", sagt Trainer Lucien Favre.

"Wir müssen selbst auf Sieg spielen"

Denn wie schnell man die Hoheit über eine zu vorsichtige Taktik verlieren kann und plötzlich nicht mehr derjenige ist, der die Kontrolle über etwaige Szenarien innehat, das ist jedem bei Borussia klar. "Man weiß nie, was hier im Borussia-Park passiert, wenn Zürich auf einmal das 1:0 macht. Von daher müssen wir einfach selbst auf Sieg spielen", sagt so auch Patrick Herrmann. Befeuert wird diese Zielsetzung nicht zuletzt von der Erkenntnis, dass man bei allem Respekt für die Qualität von Favres Ex-Verein eben auch die Überzeugung in sich trägt, im Normalfall über eine deutlich höhere Qualität im Personal zu verfügen.

Im Hinspiel Anfang Oktober hatte Gladbach dieses Mehr an Qualität indes nicht in einen Sieg ummünzen können. Weil beim 1:1 aus einer Vielzahl von Chancen eben nur Havard Nordtveits Traumtor resultierte und nicht nur Sportdirektor Max Eberl im Nachgang die letzte Konsequenz vor dem Tor vermisst hatte. Diese letzte Konsequenz war in jüngerer Vergangenheit auch Max Kruse im Sturmzentrum abhanden gekommen. Zuletzt gegen Hertha stoppte ihn dann gegen Ende auch noch ein Kapseleinriss. Doch so schmerzhaft die Diagnose klingt, so realistisch sind die Chancen, dass der Nationalspieler am Donnerstag schon wieder mitwirken kann — wie auch Martin Stranzl. "Ob die beiden im Kader stehen? Mal sehen. Es ist möglich", sagte Favre am Mittwoch. Und Kruse selbst erzählte nach seiner Einheit mit dem Physiotherapeuten: "Ich mache morgen das Mannschaftstraining mit. Es ist ja nichts kaputt, es ist alles in Ordnung."

Müsste Kruse dennoch passen, stünde einmal mehr Branimir Hrgota parat, der schon sechsmal in der Europa League traf, aber seinem Ruf als Abschluss- und eben nicht als Kombinations-Stürmer zuletzt wieder regelmäßig gerecht wurde. André Hahn, so stellte Favre gestern klar, sieht er jedenfalls nicht in vorderster Linie. "Ich sehe ihn eher auf dem Flügel", sagte Favre.

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Hier geht es zur Bilderstrecke: Gladbach - Hertha: Einzelkritik

(RP)