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Borussia Mönchengladbach: Relegationshelden - Igor de Camargo hört auf

Elf Jahre später : Die Mehrheit der Gladbacher Relegationshelden hat aufgehört

Helden und Anti-Helden, Hauptdarsteller und Nebendarsteller: Wir blicken auf den Werdegang des Borussia-Kaders aus der Saison 2010/11, als unter Lucien Favre die wundersame Rettung gelang. Der Trainer könnte schon bald zurückkehren.

30 Spieler haben die zwei Borussia-Trainer in der Saison 2010/11 eingesetzt. Der 18. von ihnen hat gerade seine Karriere beendet, und würde man wie in der TV-Sendung „Familienduell“ 100 Leute fragen, welchen Namen sie mit dem Relegationswunder verbinden, dürfte die Top-Antwort lauten: Igor de Camargo.

Mit 39 Jahren ist Schluss für den Belgier, der bis zuletzt noch regelmäßig getroffen hat. Das berühmteste und wichtigste seiner 191 Profi-Tore gelang de Camargo zweifellos am 19. Mai 2011, als er im Hinspiel gegen den VfL Bochum die Gladbacher Zeitenwende markierte. Wenn Hertha BSC und der Hamburger SV am Donnerstag aufeinandertreffen in der Relegation, werden wieder viele Borussia-Fans daran zurückdenken.

Weit vorne im „Familienduell“-Ranking würde sicherlich auch Marco Reus landen, der die Rettung im Rückspiel vollendete. Nur Kapitän Filip Daems kam 2010/11 auf mehr Einsatzminuten. Dass danach schon Mo Idrissou folgt, dürfte einige überraschen. Der Stürmer, der als einziger Stammspieler unter den Relegationshelden den Verein nach der Saison verließ, hat sich mit seinem Siegtor gegen Borussia Dortmund einen Platz im kollektiven Gladbacher Gedächtnis gesichert.

Marc-André ter Stegen, Juan Arango, Mike Hanke, Martin Stranzl, Dante, Tony Jantschke, Havard Nordtveit, Patrick Herrmann – das sind die naheliegenden Namen, die einem darüber hinaus in den Sinn kommen, wenn es um die wundersame Rettung geht. Doch die Geschichte jener Saison ist nicht komplett ohne die, die ein wenig in Vergessenheit geraten sind. So wie der unglückliche Innenverteidiger Bamba Anderson, mit dem Gladbach in 13 Spielen in der Hinrunde 32 Tore kassierte. Oder Sebastian Schachten, der unter Lucien Favre sogar noch ein paar Minuten zum Einsatz kam.

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Dass Manager Max Eberl in der Winterpause Hanke, Stranzl und Nordtveit verpflichtete, dürften viele auf dem Schirm haben. Aber was ist mit dem vierten Transfer? Michael Fink kam als Leihspieler von Besiktas Istanbul und kehrte nach der Saison zurück in die Türkei. Mit 40 Jahren ist er sogar noch aktiv, allerdings nicht im Profifußball, so wie Dante, der mit bald 39 noch ein Jahr dranhängt bei OGC Nizza. Die Youngster von damals, selbst Torwart ter Stegen, sind auch alle mindestens 30.

  • Lucien Favre.⇥Foto: Martin Meissner/AP/dpa
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Wir haben die Werdegänge aller Spieler zusammengefasst, die 2010/11 zum Einsatz kamen – Helden und Anti-Helden, Hauptdarsteller und Nebendarsteller. Beim Architekten der Relegations-Rettung ist wahrscheinlich bald eine Ergänzung nötig: Denn Lucien Favre ist der Top-Favorit auf den Trainerposten bei Borussia.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das machen Borussias Helden der Relegations-Saison heute