Borussia Mönchengladbach: Ramy Bensebaini könnte statt Malang Sarr kommen

Falls der Deal mit Sarr platzt : Borussia vor Einigung mit Alternativlösung Bensebaini?

Weil Malang Sarr Borussia aktuell zu teuer ist, könnte ein anderer Spieler kommen. Ramy Bensebaini von Stade Rennes scheint Max Eberls Plan B zu sein. Die Gespräche zwischen den Vereinen sind wohl schon sehr weit fortgeschritten.

Wenn man sein gewünschtes Ziel nicht erreicht, muss man sich vielleicht nach einer Alternative umsehen. So könnte es nun auch Borussia ergehen bei ihrer Transferpolitik. Malang Sarr ist der Spieler, den sich Sportdirektor Max Eberl und Trainer Marco Rose eigentlich ausgeguckt hatten, um den eigenen Kader zu verstärken. Doch der Poker um ihn ist äußerst tückisch. Wegen eines Besitzerwechsels bei seinem aktuellen Klub OGC Nizza stockten die Verhandlungen lange und nun haben die Gladbacher nicht die finanziellen Mittel, um den Sarr-Transfer zu stemmen. Ohne Spielerverkäufe kann sich Eberl den Verteidiger offenbar nicht leisten. Und es könnte nun soweit kommen, dass er auch nicht mehr darauf warten will, dass er das nötige Geld bekommt.

Denn offenbar steht Borussia schon bei ihrer Alternativlösung vor einer Einigung. Laut „L’Equipe“ hat Eberl ein konkretes Angebot für Ramy Bensebaini abgeben, der algerische Nationalspieler ist derzeit bei Stade Rennes unter Vertrag. Der 24 Jahre alte Linksverteidiger soll nach Angaben der französischen Zeitung zehn Millionen Euro kosten. Olivier Létang, der Präsident des Klubs, bestätigt dem Blatt, dass die Verhandlungen mit einem deutschen Verein weit fortgeschritten sind. „Wir sind von einer Einigung nicht weit entfernt“, sagte er. Möglich, dass es sich dabei tatsächlich um Borussia handelt.

Holt sich Gladbach wirklich Bensebaini? Dem Suchprofil, das Rose vor einigen Wochen erörtert hat, entspricht der Algerier nur teilweise. Der Trainer wollte einen linksfüßigen Innenverteidiger, der auch auf der linken Abwehrseite agieren kann. Bensebaini ist jedoch ausschließlich auf der Außenbahn aktiv, er wäre also der Konkurrent von Oscar Wendt, keine Alternative für das Zentrum.

Bisher liegt das Bemühen um Sarr noch nicht auf Eis, zumindest gab es nach unseren Informationen weder von der Spielerseite noch von Gladbach die Nachricht untereinander, dass der Transfer geplatzt sei. Zwischen beiden ist die Ausgangslage geklärt, dass Borussia Geld benötigt. Sarr will nach wie vor nach Gladbach wechseln, und zwar nur nach Gladbach. Passiert das nicht, wird er wohl sein letztes Vertragsjahr in Nizza verbringen und 2020 ablösefrei wechseln. Dann wäre das Rennen um den 20-Jährigen aber wieder offen, Gladbach würde sich in diesem Falle wahrscheinlich gegen neue Konkurrenten durchsetzen müssen.

Die größte Chance, Sarr zu verpflichten, besteht also aktuell. Eine Ablösesumme von knapp unter 15 Millionen Euro würde er wohl kosten, also etwa fünf Millionen Euro mehr als Bensebaini. Borussia wird sich entscheiden müssen, ob ihr Plan B diese Ersparnis gegenüber Plan A wert ist.

Mehr von RP ONLINE