Borussia Mönchengladbach: Raffaels Einsatz ist immer noch fraglich

Borussia empfängt Dortmund: "Raffael pendelt zwischen Massagebank und Trainingsplatz"

Ob Raffael Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Dortmund mitwirken kann und wie fit er dann ist, ist noch offen. Gegen die aktuelle Torlosigkeit wurde speziell am Abschluss gearbeitet.

Wenn es nach Trainer Dieter Hecking geht, soll die 1:6-Niederlage im Hinspiel Borussia "motivieren statt blockieren" vor dem Rückspiel am Sonntag (18 Uhr, Live-Ticker) zu Hause gegen Borussia Dortmund. Gladbachs Coach erinnerte daran, dass man trotz des am Ende klaren Ergebnisses damals gut begonnen und die besseren Tormöglichkeiten gehabt habe. "Da hat man gesehen, dass wir in der Lage sind, Dortmund gut zu bespielen und zu bearbeiten", sagte Hecking.

Indes befindet sich sein Team derzeit in einer Ergebniskrise mit drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor, während der BVB unter Trainer Peter Stöger noch ungeschlagen ist. "Das spricht für die Arbeit von Peter Stöger", sagte Hecking, der allerdings eine gute persönliche Bilanz gegen den Trainerkollegen hat: Er hat noch kein Bundesligaduell gegen Stöger verloren, in sieben Aufeinandertreffen gab es drei Siege und vier Remis.

Indes kommt der BVB nun mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und einem Torschützen in Topform: Michy Batshuayi hat in drei Spielen für Dortmund fünfmal getroffen. Von dieser Quote träumen die Gladbacher derzeit nur, fast ein Monat ist vergangen, seit Thorgan Hazard den 2:0-Endstand gegen den FC Augsburg erzielt und damit das bis dato letzte Tor für Borussia geschossen hat. "Wir sind alle nicht glücklich mit der Situation und wir brauchen diese Phase auch nicht schönzureden", sagte Hecking, der aber nicht glaubt, dass er als Psychologe gefordert ist, sondern weiter als Trainer, um seiner Mannschaft wieder Wege aufzuzeigen, zurück zum Erfolg zu finden. "Es liegt nicht alles im Argen", betonte Hecking. "Es sind kleine Dinge, die verändert werden müssen. Wir spielen uns viele Torchancen heraus, machen aber zu wenig Tore. Wir müssen also wieder mehr Konsequenz nach vorne an den Tag legen. Wenn wir aus der Vielzahl an Chancen wieder den Torerfolg haben und vielleicht mal wieder in Führung gehen, hilft das enorm", ergänzte er und versicherte, man habe im Training viel Wert auf den Abschluss gelegt.

Das soll vor allem zwei der wichtigsten Borussen helfen: Kapitän Lars Stindl, der zuletzt im November 2017 beim 4:2 in Berlin traf, und Raffael, bei dem aber noch nicht sicher ist, dass er Sonntag auflaufen kann. "Wenn ein Spieler wie Lars so lange nicht trifft, nagt das natürlich an ihm, das hilft uns aber nicht weiter", sagte Hecking. "Und Raffael pendelt zwischen Massagebank und Trainingsplatz, er hat immer noch Nachwirkungen von seiner Wadenverletzung. Ich hoffe, dass er auflaufen kann, aber wir wissen es nicht und auch nicht ob er dann schon wieder bei 100 Prozent ist", sagte der Trainer.

Während Torwart Yann Sommer nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich am Freitagmittag erneut Grünes Licht für einen Einsatz gab, fehlen gegen Dortmund sicher Ibrahima Traoré (Muskelfaserriss), Tobias Strobl (Kreuzbandriss), Oscar Wendt (Muskelteilriss im Oberschenkel), Julio Villalba (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Mamadou Doucouré (im Aufbautraining nach Muskelverletzung) und Fabian Johnson (Rückenprobleme). Bei Letzterem kann niemand genau sagen, wie lange sich die Beschwerden noch hinziehen werden. "Er hat zwar die Laufintensität gesteigert, aber noch gar nicht mit dem Ball trainieren können", berichtete Hecking.

Auf eine baldige Rückkehr in den Kader kann zumindest Laszlo Bénes nach seinem Mittelfußbruch hoffen, der Slowake trainierte in der Woche bereits wieder mit der Mannschaft. "Bei Laci ist es erfreulich: Er ist mit einer sehr großen Euphorie nach der Reha dabei. Das ist aber normal, den kannst du nachts um drei wecken, einen Ball hinlegen und er fängt an Fußball zu spielen. Ob es dann schon Sonntag wieder für den Kader reicht oder erst die Woche drauf, muss man sehen", sagte Hecking.

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