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Borussia Mönchengladbach: Raffael will bleiben

Raffael will Borusse bleiben : „Ich bin guter Dinge, dass ich noch gebraucht werde“

Beim 4:1 in Düsseldorf sollte Raffael eingewechselt werden, doch es kam anders. Trotz der aktuellen Situation sagt der Brasilianer: „Ich habe Bock, Borusse zu bleiben.“ Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Marco Rose hatte Redebedarf. Er hatte Raffael gesagt, dass er beim Niederrhein-Duell bei Fortuna Düsseldorf noch zum Einsatz kommen würde. Doch dann gab es „eine Spielsituation, die eine andere Maßnahme erforderlich machte“ (Rose). Der „Maestro“ blieb draußen. Das war zuletzt schon mal so passiert. Deswegen wollte Rose schnell alles ins Reine bringen mit Raffael. Die Fernsehbilder zeigten einen verständnisvollen Brasilianer.

„Ich kann das nachvollziehen, die Hauptsache ist, dass wir das Spiel so gewonnen haben“, sagte er unserer Redaktion. Er lässt sich auf seine Rolle ein, auch wenn es derzeit unbefriedigend ist. 49 Liga-Minuten hat er beisammen, verteilt auf fünf Einsätze, zuletzt spielte er am Schluss gegen die Bayern Anfang Dezember. Sein längster Einsatz waren die 45 Minuten in der Europa League bei Basaksehir FK (1:1). Es war eins von drei Spielen in Europa (64 Minuten).

„Das gehört im Fußball dazu, ich muss weiter arbeiten und bereit sein. Manchmal geht es im Fußball ganz schnell“, sagt Raffael. Er ist im Herbst seiner Karriere, doch bis 36 will er eigentlich noch kicken. Im Team hat er weiterhin den größten Respekt, derzeit gibt er den perfekten Teamplayer: Er trainiert hart, obwohl er in der Hierarchie derzeit hinten steht. Trotz der aktuellen Situation würde er am liebsten für den Rest seiner Profi-Zeit Gladbacher sein: „Ich habe Bock, Borusse zu bleiben.“ Gespräche über den im Sommer auslaufenden Vertrag gab es bisher aber nicht.

Seit 2013 ist Raffael in Gladbach, 2019 hat er in Jüchen ein Haus gebaut. „Ich fühle mich hier wohl“, sagt er. Er kann sich sogar vorstellen, „nach der Karriere bei Borussia zu bleiben, aber darüber haben wir noch nicht gesprochen“, sagt Raffael. Erstmal ist er noch Spieler und will sich bei Rose anbieten. Der Trainer ist gerade dabei, die fußballerischen Elemente im Spiel wieder zu erweitern. „Ich bin guter Dinge, dass ich noch gebraucht werde in diesem Projekt, zum Beispiel als Zehner“, sagt Raffael.