Borussia Mönchengladbach: Raffael ist mit der Jokerrolle zufrieden

Raffael mit Jokerrolle einverstanden : „Mir ist nicht mehr wichtig, ob ich in der Startelf stehe“

In dieser Saison kommt Raffael in Pflichtsspielen erst auf zwei Jokereinsätze und eine Spielzeit von 29 Minuten. Doch der 34-Jährige ist alles andere als unzufrieden. Er will für jede Gelegenheit bereit sein.

Als Raffael im Laufe der vergangenen Saison seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte, wusste er wohl schon, dass er zukünftig nicht mehr die herausragende Rolle bei Borussia einnehmen würde, die er über Jahre innehatte. Seit 2013 hat der heute 34-Jährige in 192 Spielen 71 Tore erzielt und 35 Treffer vorbereitet. Mittlerweile müssen sich die Fans aber damit begnügen, ihren „Maestro“ fast nur noch bei Kurzeinsätzen sehen zu können – doch das ist selbst für den Spieler vollkommen in Ordnung.

Auf eine Einsatzzeit von 29 Minuten kommt Raffael in Pflichtsspielen in dieser Saison, nur gegen Schalke (0:0) und Leipzig (1:3) kam er als Joker in die Partie, brachte aber beide Male Schwung rein. „Die Rolle ist okay für mich. Es ist mir egal, ob ich 90 Minuten spiele oder nur ein paar Minuten, das ist mir nicht mehr wichtig, ob ich in der Startelf stehe“, sagt Raffael. „Ich bin ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste.“

Gerade im Pressing-System von Trainer Marco Rose hat der älteste Spieler im Gladbacher Kader über eine längere Dauer Probleme. „Das ist auch ein Thema, klar“, sagt Raffael. „Aber ich versuche, für alles bereit zu sein, ob als Joker oder von Beginn an.“

Im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden (1:1) durfte der Brasilianer mal wieder für Borussia starten. „Nach langer Zeit habe ich über 80 Minuten gespielt. Körperlich lief alles gut, ich hatte auch nach dem Spiel keine Probleme und habe es gut verkraftet, da bin ich zufrieden“, sagt Raffael, der jedoch nicht mit seiner Leistung und der des Teams einverstanden war. „Insgesamt war das nicht gut. Wir haben uns nur wenige Chancen herausgespielt, das müssen wir auf jeden Fall besser machen“, sagt der „Maestro“.

Er selbst wird dazu in den nächsten Wochen auch die Gelegenheit bekommen. Mit dem Start der Europa League am 19. September gegen den Wolfsberger AC (Anstoß 21 Uhr) werden auch die bisherigen Ersatzspieler häufiger zum Einsatz kommen. Dass Raffael gerade als Joker noch die Fähigkeit hat, der Initiator besonderer Momente zu sein, hat er bereits gezeigt. Gegen Schalke hätte er mit seiner Schussstärke beinahe kurz nach seiner Einwechslung das 1:0 erzielt. Diese Qualitäten wird Rose in den nächsten Wochen häufiger in Anspruch nehmen wollen und müssen, er betont, dass alle Spieler wichtig werden. Auch Raffael – egal, ob in der Startelf oder als Joker.

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