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Borussia Mönchengladbach: Präsidiumsmitglied Hans Meyer verteidigt die Rose-Entscheidung

Nach dem 0:6 bei den Bayern : Hans Meyer erklärt, warum Borussia in dieser Saison Probleme hat

Borussias Präsidiumsmitglied Hans Meyer war zu Gast im Sport1-Doppelpass und nannte einen Grund dafür, dass die zweite Rose-Saison nicht mit der ersten mithalten kann. Es ist nicht des Trainers Wechsel zum BVB.

Borussia ist mit dem Ansinnen in die Saison gegangen, erneut um die Champions-League-Plätze mitzuspielen. Doch die zweite Königsklassen-Teilnahme in Folge ist längst nicht mehr möglich, Borussia kämpft nun um Europa- oder Conference-League. Das derbe 0:6 bei den Bayern war diesbezüglich ein schwerer Dämpfer. Es geht vor allem darum, Rang sieben in den letzten beiden Spielen zu verteidigen.

Dass die Saison, die zweite mit Trainer Marco Rose, nicht mithalten kann mit der ersten, die auf Rang vier endete, machen viele Experten an der Verkündigung fest, dass Rose nach der Saison zu Borussia Dortmund wechselt. Gladbachs Präsidiumsmitglied Hans Meyer hat indes in der Talksendung „Doppelpass“ bei „Sport 1“ die viel diskutierte Entscheidung, dennoch mit Rose weiterzumachen, nochmal verteidigt.

„Das hat Manager Max Eberl letztendlich entschieden. Wir haben alle dahinter gestanden und stehen auch heute noch dazu“, stellte Meyer für die gesamte Führungsriege der Borussen klar. Und: „Ich glaube, dass das, was Rose mit der Mannschaft gemacht hat, auch in dieser Saison, viel, viel positiver ist, als es dargestellt wird“, sagte Meyer.

Die zwischenzeitliche Serie von sieben Pflichtspiel-Niederlagen sieht Meyer nicht im Zusammenhang mit dem Rose-Abgang. „Das wird total überschätzt. Es waren sieben Spiele, von denen du fünf unter normalen Bedingungen verlieren kannst“, sagte Meyer mit Blick auf die Spiele gegen Leipzig (2:3) und Leverkusen (0:1), das DFB-Pokalspiel gegen Dortmund (0:1) und die Champions-League-Spiele gegen Manchester City (beide 0:2).

„Wir sind ein Opfer unserer eigenen phantastischen Leistungen geworden“, sagte Meyer und meinte damit die Teilnahme an der Königsklasse. Diese ist für Meyer der Grund, warum die Saison in der Liga holprig lief. Denn: Borussia sei wegen der Dreifachbelastung durch die Champions League in der Liga im Wettbewerbsnachteil mit den Klubs gewesen, die in dieser Saison an den Gladbachern vorbeigezogen sind.

„Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg machen es sensationell. Wir hatten aber von Anfang Oktober bis Ende Dezember sechs Spiele mehr als Frankfurt und Wolfsburg. In dieser Zeit haben wir in der Liga neun Punkte zu Hause abgegeben. Wir sind da auf dem Zahnfleisch gekrochen“, sagte Meyer. Vor dem 2:3 in Leipzig habe es das erste Spiel gegen „City“ gegeben. Auch die Niederlagen in Leipzig, gegen den BVB im Pokal und gegen Leverkusen erklärte Meyer mit der Mehrbelastung.