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Borussia Mönchengladbach: Porsche steigt als Jugend-Partner ein

Neuer Jugend-Sponsor : Porsche wird Namensgeber für die Borussia-Akademie

Borussia hat einen neuen Sponsor im Nachwuchsbereich: Porsche wird Jugend-Partner. Der Automobilhersteller aus Stuttgart und die Borussen haben einen Dreijahresvertrag vereinbart.

Die Nobel-Automarke Porsche steigt bei Borussia ein: Der Stuttgarter Autohersteller wird neuer Jugendpartner und Partner für soziale Projekte beim Champions-League-Teilnehmer vom Niederrhein. Borussias Direktor Sponsoring, Guido Uhle, bestätigte am Sonntag entsprechende Informationen unserer Redaktion. Borussia und Porsche haben sich zunächst auf einen Vertrag, der über drei Jahre läuft, geeinigt.

Am Montag gab Borussia die neue Partnerschaft offiziell bekannt. „Der Sportwagenhersteller wird Sponsor der Fußballjugend und Namensgeber des Nachwuchsinternats Fohlenstall. Darüber hinaus wird die Porsche-Jugendförderung ,Turbo für Talente’ auf Banden bei den Heimspielen der Fohlen präsent sein“, teilte der Klub mit. Borussias Akademie wird künftig „Porsche FohlenStall“ heißen.

„Porsche fördert seit Jahren Kinder und Jugendliche, entwickelt sie weiter – auf und neben dem Platz. Dieser Ansatz passt sehr gut zu uns. Wir sind stolz, dass sich diese Weltmarke bei Borussia Mönchengladbach engagiert, um uns bei der Verwirklichung unserer Ziele zu unterstützen“, wird Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers zitiert. „Das Bekenntnis von Porsche zu unserem Verein zeigt: Die Öffentlichkeit nimmt die positive Entwicklung der vergangenen Jahre, insbesondere im Jugendbereich, wahr. Zusammen mit Porsche wollen wir unsere erfolgreiche Jugendarbeit weiter ausbauen“, sagt Sportdirektor Max Eberl. „Borussia Mönchengladbach leistet traditionell hervorragende Jugendarbeit. Viele Nachwuchsspieler haben dort den Sprung in den Profisport geschafft“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT der Porsche AG.

„Porsche zeigt künftig nicht nur rund um das Trainingsgelände der Borussen optisch Flagge, das Unternehmenslogo wird auch auf der Außenfassade und im Eingangsbereich des Internats zu sehen sein. Ebenso geplant sind gemeinsame Schulungen für die professionelle Ausbildung von jungen Talenten. Auf dem Programm stehen unter anderem die Nutzung von sozialen Medien, Bewerbungstraining und Kinderschutz sowie die Prävention von Doping, Rassismus und Spielsucht. Außerdem sollen gemeinsame Projekte zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung verwirklicht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Santander bleibt Jugend-Hauptsonsor und Audi Mobilitätspartner“, sagte Uhle. Santander engagiert sich wie Audi seit 2004 bei den Gladbachern. Die Santander Bank ist seit der Saison 2008/2009 Jugend-Hauptsponsor und gehört als solcher wie auch Audi zu den Co-Sponsoren, der Vertrag mit der Bank ist bis 2022 datiert. Weitere Jugend-Partner sind Gerolsteiner und Valensina.

Der Vertrag mit Porsche ist der dritte Sponsoren-Deal, den die Borussen während der Corona-Zeit abschließen. Zuvor wurde Flatex als neuer Hauptsponsor gewonnen, der Online-Broker zahlt rund zehn Millionen Euro pro Saison, der Vertrag ist bis 2023 datiert. 2,5 Millionen zahlt der neue Ärmelsponsor Sonepar, der sein Engagement in Gladbach erweitert hat und auf H-Hotels folgt.

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Die Schriftzüge beider Unternehmen waren am Samstag in der DFB-Pokalpartie gegen den FC Oberneuland (8:0) erstmals in einem Pflichtspiel auf der Dienstkleidung der Gladbacher vertreten. Statt „Flatex“ war indes „Degiro“ auf der Brust der Spieler zu lesen, das ist der niederländische Onlinebroker, den Flatex Ende 2019 gekauft hat. Dessen Logo werden künftig die Champions-League-Trikots der Borussen zieren. Hintergrund: Laut einer Regelung des europäischen Verbandes Uefa muss das Trikot für die Königsklasse zuvor einmal in einem Pflichtspiel getragen worden sein. Borussia erledigte das gleich zum Pflichtspiel-Auftakt. Am 1. Oktober wird in Nyon (Schweiz) die Gruppenphase der Champions League ausgelost.