Borussia Mönchengladbach plant Gedenkstätte am Bökelberg

Borussia Mönchengladbach: Gedenkstätte für Bökelbergstadion geplant

Bei der Investoren-Radtour, die die Wirtschaftsförderung kürzlich zu den zentralen Punkten künftiger Stadtentwicklung veranstaltete, interessierten sich viele der auswärtigen Teilnehmer besonders für den Bökelberg.

Einmalig, wie das ehemalige Stadion in der Topographie inmitten des neu entstandenen Wohngebiets noch abzulesen ist! Toll, dass ein Stück der Haupttribüne stehengeblieben ist! Und eine nette Idee, dass beispielsweise eine Borussia-Fahne den ehemaligen Anstoßpunkt markiert. "Gäste-Fans, die Mönchengladbach besuchen, sind hier gerne mal unterwegs", sagt Wirtschaftsförderer Ulrich Schückhaus.

Nur: Wer hier etwas über die Geschichte des Stadions erfahren möchte, wird enttäuscht. Bislang informiert nicht einmal eine kleine Tafel an die 1919 unter dem Namen "Westdeutsches Stadion" eröffnete und ab 2005 abgerissene Arena. Diese Lücke klafft so eklatant, dass bisweilen, wenn anderswo in Eicken etwas gebaut wird und an die Vergangenheit erinnern möchte, versprochen wird, es "definitiv besser zu machen als am Bökelberg" – etwa Architekt Holger Hartmann in Falle des geplanten Neuhof-Quartiers.

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Doch das soll sich ändern. Borussia plant auf einer bis heute unbebauten, kleinen Parzelle an der Bökelstraße eine Erinnerungsstätte an das Stadion. "Dort, wo früher die Geschäftsstelle stand", sagt Borussias Sprecher Markus Aretz. Zwar gibt es noch keinen Zeitplan, auch keinen Budgetrahmen, "aber wir haben drei Vorschläge auf dem Tisch und müssen jetzt im Abstimmungsprozess, auch mit der Stadt, herausfinden, was wir favorisieren". Definitiv werde es aber "kein Mahnmal" werden, sondern eine Erinnerungsstätte, um das Stadion und seine bewegte Historie ins Bewusstsein von Besuchern zu rufen. Schließlich führten nicht zuletzt auch Stadttouren am ehemaligen Bökelbergstadion vorbei.

(tler)