Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann über sein neues Leben als Vater

Borusse berichtet täglich aus dem Trainingslager : „Leonard ist der neue Chef im Hause Herrmann“

Patrick Herrmann gibt während des Trainingslagers von Borussia Mönchengladbach täglich exklusive Eindrücke aus Spanien. In der dritten Folge spricht er über sein neues Leben als Vater.

Seit zwei Monaten bin ich nun bereits Vater und es ist natürlich schon so, dass ich mein Leben dadurch ziemlich verändert hat. Die Nächte sind deutlich kürzer geworden und man richtet sich komplett nach dem Baby, Leonard ist der neue Chef im Hause Herrmann. Aber es ist natürlich nicht nur mehr Arbeit, sondern ein wunderschönes Gefühl, Vater zu sein. Zumal es glücklicherweise so ist, dass meine Frau nachts immer aufsteht. Wenn ich morgens zum Training muss, geht es nicht, dass ich nachts noch eine Stunde rumturne.

Es ist echt komisch für mich, nun in Spanien erstmals wieder für eine längere Zeit von meinem Sohn getrennt zu sein. Er ist ja erst acht Wochen alt, und wenn man dann sechs Tage lang fehlt, passiert sehr viel bei ihm, weil sich die Babys am Anfang unheimlich schnell entwickeln. Ich bekomme zwar viele Fotos und Videos geschickt, aber das ist natürlich etwas anderes als zu Hause bei ihm zu sein. Aber gerade am Montag hat mir meine Frau ein Video geschickt, auf dem Leonard sehr viel lacht, und da geht natürlich mein Vaterherz richtig auf.

Es ist bei mir schon immer so gewesen, dass ich meine Frau vermisst habe, wenn wir ins Trainingslager geflogen sind, aber diesmal war es schon nochmal ein bisschen schlimmer, da ist es mit einem so jungen Baby zusätzlich schon noch etwas anderes. Aber wir bekommen die sechs Tage schon rum und währenddessen freue ich mich umso mehr auf Zuhause.

Viele fragen mich, ob ich möchte, dass mein Sohn später in meine Fußstapfen tritt. Ich bin aber einfach der Überzeugung, dass ein Kind das machen soll, was es möchte. Mir ist egal, ob er Eishockey spielen möchte, Handball oder sonst was, ich unterstütze ihn bei allem. Auch wenn es schon schön wäre, wenn er einen Sport ausübt. Fußball muss es nicht unbedingt sein, aber cool wäre es schon.

Selbstverständlich habe ich ihm aber schon einen Stoffball in die Wiege gelegt. Die Zeit wird dann zeigen, ob er sich wirklich dafür begeistern wird oder nicht. Aber ich denke, wenn der Vater Fußballer ist und die Kinder damit oft konfrontiert werden, ist es schon so, dass sie dann auch Spaß an diesem Sport entwickeln. Und wenn ich ihm dann ein, zwei Ratschläge geben kann, freue ich mich natürlich.