Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann über den Umgang mit der Meisterfrage

Borusse berichtet aus dem Trainingslager : Welchen Umgang sich Herrmann mit der Meisterfrage wünscht

Patrick Herrmann gibt während des Trainingslagers von Borussia Mönchengladbach täglich exklusive Eindrücke aus Spanien. In der letzten Folge spricht er über den richtigen Umgang mit dem Titelthema und Gladbachs Erfolgshunger.

Das Trainingslager ist nun so gut wie vorbei und ich melde mich das letzte Mal für dieses Jahr aus Jerez de la Frontera. Es war eine sehr gute Woche für uns und für mich persönlich auch. Wir haben gegen Freiburg beide Spiele zurecht gewonnen, wir sind also gut drauf und die Rückrunde kann losgehen. Ich freue mich jetzt sehr auf Zuhause und auf meine Familie. Ab Montag müssen wir uns dann im Training die letzten Prozente erarbeiten, um gegen Schalke möglichst gewinnen zu können.

Die gute Hinrunde mit 35 Punkten und dem zweiten Platz in der Bundesliga ist uns ja nicht zugeflogen, wir mussten uns das hart erarbeiten und haben durch gute Leistungen die Zähler geholt. Nach unserem Trainingslager bin ich auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir das so auch in der Rückrunde hinkriegen. Die harte Arbeit hat sich gelohnt und wir sind auf einem guten Stand.

Aber dennoch darf keiner von uns erwarten, dass wir Meister werden, dieses Thema ist zwar da, aber wir als Borussen, nicht nur wir Spieler und der Staff, sollten es möglichst klein halten, denke ich. Lasst uns gemeinsam einfach mal abwarten, was passiert und wo wir am Ende landen. Wir sind hungrig, gerade nach dieser guten Hinrunde und mit dem richtig guten Kader.

Wir wollen auf jeden Fall in der nächsten Saison wieder international spielen, bestenfalls natürlich in der Champions League. Grundsätzlich ist es einfach so, dass die Englischen Wochen dem gesamten Verein gut tun. Die sportliche Herausforderung, die vielen Spiele, die Reisen für die Fans – das wollen wir alle im und um den Klub in der nächsten Saison wieder erleben.

Ich werde natürlich in der Rückrunde alles dafür geben, dass wir dieses Ziel erreichen können. Ich will meine Leistungen aus der ersten Saisonhälfte bestätigten, wenn nicht sogar noch besser spielen. Viele fragen sich ja nun, wer alles in der Startelf steht, aber ich sehe das relativ locker. Denn ich glaube, Stammplätze gibt es bei unserem Kader gar nicht mehr so richtig.

Auch wenn man in einem Spiel eine gute Leistung gezeigt hat, kann man sich nie sicher sein, dass man auch in der nächsten Partie wieder in der Startelf steht. Das habe ich am eigenen Leib erfahren. Ich hoffe auf alle Fälle darauf, dass ich wieder viele Einsätze bekomme und dass wir dann gemeinsam eine erfolgreiche Rückrunde spielen werden.

Teil 1: Wie nah Herrmann Anfang 2019 einem Wechsel war

Teil 2: Warum Herrmanns Kollegen sein Tor des Jahres erst nicht wollten

Teil 3: „Leonard ist der neue Chef im Hause Herrmann“

Teil 4: Darum hat Herrmann Rose viel zu verdanken

Teil 5: Herrmanns schönster und schlimmster Karriere-Moment