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Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann schaltet schnell auf Fortuna Düsseldorf um

Nach dem abgesagten Köln-Derby : Herrmann schaltet schnell auf Düsseldorf um

Patrick Herrmann hatte sich auf das Köln-Spiel gefreut. Nun will Borussias Flügelspieler im „kleinen Derby“ erfolgreich sein. Es wäre ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Patrick Herrmann war ganz ehrlich. Die Derby-Absage passte nicht wirklich in seinen Adrenalin-Haushalt. Den hatte Borussias Flügelspieler „extrem hochgefahren“ in Erwartung des Spiels gegen den 1. FC Köln, das für Sonntag angesetzt war. „Man freut sich die ganze Woche darauf, das Derby zu spielen“, berichtete er. Herrmann war also voll von dem Action-Hormon und somit bereit für die Herausforderung, die ein solches Nachbarschaftsduell mit sich bringt. Und dann kam die Information: das Derby fällt aus. „Da muss man erst mal runterfahren“, gestand Herrmann. Doch ganz auf Null muss das gar nicht sein, schließlich steht am kommenden Samstag (18.30 Uhr) das nächste rheinische Duell an, dieses Mal geht es zu Fortuna Düsseldorf.

Als Absolvent des Gladbacher Internats ist der Saarländer Herrmann auch auf die Spiele gegen Fortuna geeicht, auch wenn „Köln das richtige Derby ist, die Fortuna-Spiele nenne ich das kleine Derby“. Seine persönliche Bilanz ist klar in Richtung Domstadt zentriert: Das ausstehende Spiel gegen den „Effzeh“, das bisher noch nicht wieder terminiert ist, wäre sein insgesamt elftes gegen die Kölner. Gegen Fortuna hat Herrmann in seinen zehn Jahren als Borussen-Profi nur sechsmal gespielt, viermal in der Bundesliga und zweimal im Pokal. Die beiden Liga-Heimspiele hat er gewonnen, in Düsseldorf ist er in der Bundesliga sieglos, einmal erlebte er aber einen 1:0-Erfolg im Pokal mit.

Nun reist er am Samstag nach Düsseldorf mit dem eindeutigen Ansinnen, den ersten Liga-Sieg bei Fortuna einzusammeln, möglichst natürlich als aktiver Teilnehmer. Gelingt dass, wäre es ein hübsches nachträgliches Geschenk zu seinem 29. Geburtstag, den er am Mittwoch feiert. Dass dazu jedoch eine 100-prozentige Einstellung aller Borussen  zum Spiel beim Drittletzten von Nöten ist, weiß Herrmann aus eigener schmerzlicher Erfahrung. „In der letzten Saison haben wir es in Düsseldorf nicht gut gemacht, überhaupt nicht“, erinnerte er sich an das 1:3 am 30. März 2019, bei dem es schon nach etwas mehr als einer Viertelstunde 3:0 für die Düsseldorfer stand. „Da hatten wir absolut keinen guten Tag erwischt“, sagte Herrmann. Zu den Gesamtumständen dieses Spiel gehört auch, dass wenige Tage danach Max Eberl bekannt gab, dass zur neuen Saison Trainer Dieter Hecking von Marco Rose abgelöst werde.

Nun steht für Rose das erste Spiel bei Fortuna an. Ob er dabei von Beginn an auf Herrmann setzt, das wird sich erst im Lauf der Woche herauskristallisieren, wenn der endgültige Plan für das Fortuna-Spiel Formen annimmt. Herrmann weiß indes, dass es zu einem Gutteil auch von Borussia abhängt, wie die Geschichte am Samstag läuft. „Wenn wir richtig da waren, haben wir auch immer gute Spiele gemacht und unsere Punkte geholt“, sagte Herrmann.