Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann könnte im Sommer gehen

Veränderungen bei Borussia : Herrmann könnte gehen und Brewster kommen

Womöglich hat Patrick Herrmann vergangene Woche sein letztes Spiel für Borussia gemacht. Seine Personalie könnte eine von nicht übermäßig vielen, aber mitunter überraschenden Veränderungen sein. Doch die betreffen nicht nur Profis. Gerüchte gibt es um einen jungen Engländer.

Die Fakten der Saison sind offenbar: 47 Punkte, ebenso viele erzielte Tore, hingegen 52 kassierte Treffer, 13 Siege, acht Unentschieden und 13 Niederlagen – das ist pures Mittelmaß. Das Saisonziel – Platz acht oder besser – wurde verpasst, Europa sowieso. Das ist die Basis der Analyse, die Manager Max Eberl und Trainer Dieter Hecking angekündigt haben. Es wird Veränderungen geben, sowohl im Team als auch drum herum.

Ein Hauptproblem waren die vielen Verletzten. Zu oft und zu lange fehlten wichtige Spieler, weswegen dem Team die Nachhaltigkeit abging und die Konkurrenzsituation nicht wie nötig vorhanden war. Der neue Partner Medical Park ist schon da, das Know-how vom Tegernsee soll helfen, künftig weniger Probleme zu haben. Wenn der Neubau fertig ist, zieht die medizinische Abteilung um, das soll im Oktober passieren. Sie vergrößert sich, es wird rund eine Million Euro investiert in die neue Struktur und Ausstattung. Es wird auch personelle Änderungen geben im Team Medizin. Vor allem sollen die Kommunikationsstrukturen weiter verbessert werden. Kurze Wege, große Transparenz gleich mehr Effektivität.

Mehr Effektivität (vorn wie hinten) und mehr Mentalität brauchen die Borussen künftig auch auf dem Rasen. Beides fehlte in dieser Saison in den entscheidenden Spielen. Einen radikalen Umbruch wird es nicht geben, das hat Eberl zuletzt im Gespräch mit unserer Redaktion klargestellt. Doch könnten Spieler gehen, bei denen man es nicht erwartet, gab Eberl bekannt. Unseren Informationen zufolge könnte es Flügelspieler Patrick Herrmann sein, der nach zehn Jahren als Borusse neue Wege gehen soll. Die Frage ist auch, was aus Raúl Bobadilla oder Fabian Johnson wird, die beide indes auch kaum Akzente setzen konnten, da sie oft verletzt waren. Ganz sicher wird Reece Oxford gehen. Die Leihe läuft aus.

All jene Borussen, die zur WM fahren – es werden wohl Matthias Ginter, Jannik Vestergaard, Thorgan Hazard, Yann Sommer, Nico Elvedi , Denis Zakaria und Josip Drmic sein – könnten Spieler sein, für die „unmoralische Angebote“ reinkommen, bei denen Eberl nachdenken würde. Vermutlich würden solche Anfragen dann aus England rüberschwappen. Von der Insel könnte auch schon bald ein neuer Stürmer nach Gladbach wechseln: Der 18 Jahre alte Rhian Brewster ist laut englischer Medien mit den Borussen einig. Bestätigt ist das noch nicht, doch wäre es ein typischer Gladbach-Transfer. Der junge Mittelstürmer, der auch eine Neuneinhalb sein kann, hat zwar noch kein Premier-League-Spiel, war aber bei der U17-WM 2017 bester Torschütze. Der FC Liverpool, für den Brewster spielt, ist „not amused“ über Borussias Ansatz, weil Brewster wegen seines Ausbildungsstatus bei den „Reds“ keine Verhandlungen führen mit anderen Klubs dürfe. Möglich, dass Borussia Brewster „freikaufen“ muss.

Tore sind aber eine gute Investition im Fußball, sie sind die Währung des Erfolgs. Wie viel Borussia investieren kann, hängt jedoch von den Transfers ab. Aber Fakt ist: Das Motto für die neue Saison muss 50 plus sein – bei den erzielten Toren und den Punkten. Dafür müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden.

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