Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann bleibt

Eigengewächs bleibt: Borussia ist Herrmanns neue Herausforderung

Patrick Herrmanns Zeit bei Borussia schien nach zehn Jahren zu enden. Doch er hat sich mit starken Leistungen in der Vorbereitung bei Trainer Dieter Hecking empfohlen. Vielleicht bleibt er sogar über 2019 hinaus.

Patrick Herrmann hat entschieden. Er bleibt Borusse, will seinen bis 2019 datierten Vertrag erfüllen und sich für eine Verlängerung empfehlen. „Ich werde weiter die Raute tragen“, sagte er am Donnerstag unserer Redaktion. Es wurde spekuliert, dass seine Zeit als Borusse nach zehn Jahren enden könnte, nachdem es ein Gespräch mit Trainer Dieter Hecking gegeben hatte.

Nun gab es wieder ein Gespräch zwischen Hecking und Herrmann, und der Trainer stellte klar: Den Patrick Herrmann, den er bisher in der Vorbereitung gesehen hat, will er weiter im Team haben. „Ich freue mich, denn jeder weiß, dass Borussia mein Klub ist“, sagte Herrmann.

Viele Fans hatten ihn unterstützt. „Vielen Dank für euren Rückhalt und euren Zuspruch! Auf eine gute und erfolgreiche Saison“, schrieb Herrmann bei Instagram. Sein Berater sondierte schon den Markt, doch letztlich wollte „Flaco“ gar nicht weg und tat alles, um zu bleiben.

„Eigengewächse dürfen kein Erbhof sein, den man nie anpacken darf. Wir müssen bei allen Spielern Leistungsmaßstäbe ansetzen. Aber es ist toll, wenn sich Eigengewächse so in den Vordergrund spielen, wie es Patrick und Tony Jantschke gerade tun“, sagte Manager Max Eberl. Herrmann hat Leistung gebracht, er ist neben Fabian Johnson der beste Torschütze der Vorbereitung, er wirkt entschlossen und bereit. Er weiß, dass er nicht 34 Ligaspiele machen wird, aber auch, dass er wieder eine Rolle spielt im Plan des Trainers. „Patrick hat sich dem Konkurrenzkampf in einer herausragenden Art gestellt und sich mit guten Leistungen in die Position gebracht, um seinen Platz in der Startelf zu kämpfen“, sagte Eberl.

Somit ist Herrmann ein Gewinner der Vorbereitung und Borussia seine neue Herausforderung. Denn es ist für den 27-Jährigen nach schwierigen Jahren ein Neustart. Er hat es Hecking bewiesen, aber auch sich selbst. Und Hecking, in der Sache halb Trainer, halb Pädagoge, hat eine Option mehr im Kader. Es ist eine Reiz-Reaktions-Geschichte mit lauter Siegern.

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