Borussia Mönchengladbach: Oscar Wendt spricht über die Champions League

Borussias Rekordspieler Oscar Wendt: „Wir alle wollen in die Champions League“

Oscar Wendt ist der Ausländer mit den meisten Bundesligaspielen in der Geschichte Borussias. Am Samstag schoss er Gladbach zum Sieg. Das sagte der Schwede nach dem Spiel.

Mit seinem 184. Einsatz wurde Oscar Wendt beim 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg zum Rekord-Borussen. Kein anderer Ausländer hat in der Geschichte des Vereins mehr Spiele absolviert als der Schwede. Wendt löste damit Filip Daems ab, der für die Gladbacher 183 Mal aufgelaufen war. Doch das war nicht der einzige Grund, warum die Augsburg-Partie für ihn zum Feiertag wurde, der Schwede erzielte das für Borussia befreiende 1:0. Klar, dass der Linksverteidiger nach dem Spiel einer der glücklichsten Gladbacher war.

Wendt über …

… die Partie: „Wir waren 90 Minuten lang die bessere Mannschaft. Leider haben wir unsere Chancen zunächst nicht genutzt, wir hätten zur Halbzeit schon mehrere Tore machen müssen. Aber wir haben zu jeder Zeit daran geglaubt, dass wir Augsburg noch knacken werden und das haben wir dann ja auch noch geschafft. Wir haben verdient gewonnen.“

… seinen Rekord: „Das ist für mich etwas Besonderes. Es macht mich stolz, so viele Spiele für diesen Verein absolviert zu haben. Jeder, der mich kennt, weiß, dass mir Borussia sehr viel bedeutet und ich mich zu 100 Prozent mit diesem Klub identifiziere. Da ist es was Geiles, so etwas erreicht zu haben, aber ich hoffe, dass es noch lange nicht das letzte Spiel war. Das dann auch noch mit einem Tor und vor allem mit dem Sieg zu krönen, macht es noch schöner.“

… ein mögliches Karriereende bei Borussia: „Das kann auf jeden Fall passieren. Ich fühle mich so wohl hier, auch meine zwei Kinder und meine Frau, das ist hier wie ein Zuhause für uns geworden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, hier noch ein paar Jahre zu spielen, bis es Zeit ist, die Karriere zu beenden. Alles Gute hat auch mal ein Ende, aber hoffentlich dauert das noch sehr, sehr lange.“

… die Unterschiede, die der 33-Jährige im Vergleich zu jüngeren Zeiten bemerkt: „Als ich zur Borussia kam, hatte ich noch keine Kinder, jetzt fängt mein Sohn bald schon in der Schule an. Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass bei mir während des Spiels noch alles gut ist, aber am Morgen danach ist es anders als früher, als ich noch jünger war. Aber das gehört dazu.“

… das Erfolgsgeheimnis der Gladbacher: „Unsere größte Stärke ist, dass wir alle zu 100 Prozent von dem überzeugt sind, was wir machen. Mit der Art und Weise, wie wir offensiv spielen und wie wir verteidigen wollen. Außerdem ist nach der erfolgreichen Hinrunde das Selbstvertrauen sehr groß und das ist in unserem Sport sehr wichtig. In Leverkusen hatten wir beim 1:0-Sieg ein bisschen Glück, gegen Augsburg war das wieder die Borussia, die ich kenne. Hoffentlich geht es so weiter.“

… das Saisonziel: „Wir wollen in dieser Saison etwas Geiles schaffen, und die Möglichkeit dazu ist da. Aber wir haben uns vom ersten Tag der Vorbereitung an auf das Richtige konzentriert: das nächste Training und das nächste Spiel. Wir werden sehen, was am Ende dabei herauskommt. Es kann sein, dass wir dann unter den ersten Vier stehen und zufrieden sind, aber auch, dass wir Sechster werden und zufrieden sind.“

… die Champions League: „Jeder hat Lust auf die Champions League, das ist das Größte für einen Fußballer. Jeder, der beim letzten Mal dabei war, hat gemerkt, wie besonders es ist, dort anzutreten. Wir wollen alle in diesem Wettbewerb spielen, aber bis dahin haben wir noch viel Arbeit vor uns. Jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf das nächste Auswärtsspiel gegen Schalke.“

(sho)
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