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Borussia Mönchengladbach: Offensive der U23 hat sich enorm verändert

Borussias U23 : Polanski schätzt die neu formierte Offensive

Im Angriff hat sich Borussias U23 allein im Jahr 2022 mit drei externen Zugängen verstärkt. Einer fällt am Samstag aber aus. Doch sein Ersatz hat bereits bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist. Was Trainer Eugen Polanski über seine Optionen sagt.

Die Offensivreihe von Borussias U23 hat im Vergleich zum Saisonstart vor einem Jahr durchaus eine starke Veränderung durchgemacht. Gleich drei der bisher fünf eingesetzten Offensivspieler aus der Startelf kamen erst in diesem Jahr nach Mönchengladbach - Semir Telalovic und Dillon Hoogewerf im Winter, Cagatay Kader im Sommer. Der bei Ajax Amsterdam ausgebildete Hoogewerf wechselte von Manchester United zu Borussia, Telalovic kam mit der Empfehlung von 14 Treffern in 23 Regionalliga-Spielen vom FV Illertissen.

„Dillon kam im Winter mit einigen Baustellen, hat sich jetzt aber komplett auf das fokussiert, was wir ihm gesagt haben – dass er professionell leben soll“, sagt Trainer Eugen Polanski über den Niederländer. Gegen Oberhausen am vergangenen Wochenende stand der 19-Jährige in der Startelf und sorgte offensiv für ordentlich Unruhe. In der Sommerpause legte Borussias Reserve dann erneut nach und verpflichtete Cagatay Kader von Ligakonkurrent SV Straelen. Kader ist mit seinen 25 Jahren in der U23 als Soforthilfe eingeplant.

Die neu formierte Offensivabteilung der Borussen ist auch dank der Neuzugänge sehr breit aufgestellt. So startete Steffen Meuer im ersten Saisonspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn und sorgte für den einzigen Gladbacher Treffer, Mika Schroers kam zweimal als Joker und Phil Beckhoff einmal. Schroers ist aus dieser Riege indes der einzige Spieler, der aus Borussias Jugend stammt. In den Nachwuchsmannschaften hat der 20-Jährige schon mehrfach bewiesen, wie torgefährlich er sein kann.

Zusätzlich zum sowieso schon gut aufgestellten Angriff der U23, wird Polanski auch immer wieder auf Spieler aus dem Profikader zurückgreifen können. Conor Noß etwa zeigte gegen Oberhausen eine gute Leistung. Eine feste Absprache, was die Einsätze in der Reserve angeht, gibt es aber erst einmal nicht. „Wir richten uns komplett nach dem Trainerteam der ersten Mannschaft. Im besten Falle schaffen die jungen Spieler den Durchbruch bei den Profis, sodass wir sie gar nicht mehr einsetzen. Aber klar – die U23 ist auch dafür da, den Spielern Spielpraxis zu geben“, sagt Polanski.

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Zu hohe Erwartungen an die Spieler der Profimannschaft bremst der 36-Jährige aber: „Es kommt Qualität hinzu, die sollen sie auch zeigen – was nicht bedeutet, dass sie dann jedes Spiel drei Tore machen. Dazu darf man nicht vergessen, dass sie häufig nicht mit der Mannschaft trainieren.“

Vier Tore stehen für die U23 bisher zu Buche, gerade beim 3:3-Spektakel gegen Oberhausen lief es gut nach vorne. „Gegen Oberhausen haben wir die Räume gefunden, die wir bespielen wollten. Dementsprechend waren wir mit dem Spiel insgesamt zufrieden. Wir hoffen, dass die Automatismen dann in den nächsten Spielen noch mehr greifen“, sagt Polanski.

Für sein Team geht es am Samstag (14 Uhr) bei Aufsteiger 1. FC Düren weiter. „Düren ist kein typischer Aufsteiger. Sie werden eine gute Rolle in der Regionalliga spielen, wir müssen also bei 100 Prozent sein“, betont der Trainer. Vergangenen Sonntag holte Düren bei Alemannia Aachen ein 2:2, schlug zuvor Mit-Aufsteiger 1. FC Bocholt mit 3:1.

Verzichten müssen wird Polanski auf Angreifer Kader, der sich gegen Oberhausen eine Muskelverletzung zuzog und vorerst ausfällt. Die breit aufgestellte Offensivabteilung hat die Qualität, auch diesen Ausfall aufzufangen. Gegen Oberhausen untermauerte dies Telalovic gleich nach seiner Einwechslung für den verletzten Kader: In der Schlussphase sorgte er für den Endstand.