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Borussia Mönchengladbach: Nur noch zwei Ex-Trainer im Amt

Nach Hecking- und Luhukay-Aus : Nur noch zwei Ex-Borussia-Coaches trainieren einen Profiklub

Marco Rose macht als aktueller Borussia-Trainer einen überaus guten Job. Für seine Vorgänger läuft es jedoch nicht so gut. Nur zwei ehemalige Gladbach-Coaches sitzen noch bei einem Profiklub auf der Trainerbank.

Die Trainer der Borussen haben Geschichte geschrieben. Hennes Weisweiler und Udo Lattek waren in den 70ern die Männer, die sogar europaweit für Furore gesorgt haben. In den 80er-Jahren erreichte Jupp Heynckes nach seiner überaus erfolgreichen Spieler-Karriere auch als Trainer einen Legenden-Status, sein Problem war jedoch, dass der letzte Schritt zu einem Titel häufiger verpasst wurde. In den 90ern und 2000ern gab es nicht mehr die große Trainer-Ära in Gladbach, einzig Bernd Krauss und Hans Meyer hinterließen große Fußspuren in der Borussia-Geschichte, Lucien Favre war dann von 2011 bis 2015 wieder ein Coach, bei dem man von einer Ära sprechen kann.

Marco Rose, der seit dem Sommer 2019 im Amt ist, will über die nächsten Jahre wieder etwas aufbauen. Er wurde schon an einigen Stellen mit dem großen Weisweiler verglichen, die erste Saison ist mit dem Einzug in die Champions League auch schon als erfolgreich zu bewerten. Der Start ist ihm geglückt. Wenn man jedoch heute auf seine Vorgänger blickt, sieht es lange nicht so gut aus. Nachdem Dieter Hecking und Jos Luhukay ihre Trainer-Jobs in Hamburg, Hecking beim HSV, Luhukay beim FC St. Pauli, nach dem Ende der Zweitliga-Saison verloren haben, sitzen überhaupt nur noch zwei ehemalige Borussia-Coaches auf der Trainerbank.

Einer von ihnen ist Favre, mit dem Borussia Dortmund in die dritte Saison gehen wird, wie kürzlich bekannt gegeben wurde. Selbst der Schweizer war, obwohl er derzeit der BVB-Trainer mit dem besten Punkteschnitt aller Zeiten ist, auf der Kippe. Seit dem ersten Tag ist er öffentlich umstritten und schon mehrfach wurde über sein Aus diskutiert.

Der zweite Ex-Borusse, der derzeit den Trainerjob ausüben darf, ist Dick Advocaat. Seit Oktober 2019 ist er Coach bei Feyenoord Rotterdam, dort hat er 21 Spielen einen starken Punkteschnitt von 2,38 Zählern pro Spiel gehabt, ehe die Saison in den Niederlanden aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. In Gladbach war Advocaat nach erfolglosen fünfeinhalb Monaten mit einem Punkteschnitt von 1,0 in der Saison 2004/05 entlassen.

Auf einen neuen Arbeitgeber als Proficoach warten dagegen neben Hecking und Luhukay die ehemaligen Borussen-Trainer André Schubert (seit September 2019 ohne Verein), Michael Frontzeck (seit Dezember 2018) und Norbert Meier (seit März 2019). Christian Ziege ist Trainer und Sportdirektor beim österreichischen Regionalligisten FC Pinzgau Saalfelden, Ewald Lienen voraussichtlich bis Jahresende Technischer Direktor auf St. Pauli. Die anderen Rose-Vorgänger Hans Meyer (Präsidiumsmitglied bei Borussia), Jupp Heynckes, Horst Köppel, Holger Fach und Co. üben den Trainerjob schon länger nicht mehr aus.