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Borussia Mönchengladbach nimmt bei Arminia Bielefeld nur ein 1:1 mit

Mittendrin im Abstiegskampf : Borussia nimmt nur einen Punkt aus Bielefeld mit

Borussia Mönchengladbach hat einen wichtigen Erfolg verpasst, bei Arminia Bielefeld aber nach einem Rückstand noch gepunktet. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz schrumpft.

Borussia Mönchengladbach hat aus dem ersten Abstiegskampf-Duell einen Punkt mitgenommen: Bei Arminia Bielefeld hieß es am Ende 1:1. Alassane Plea (38.) glich den Führungstreffer der Gastgeber durch Janni Serra (19.) aus. Zwar bleibt Adi Hütters Mannschaft dank des Unentschiedens vor Bielefeld in der Tabelle, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt aufgrund des Augsburger Sieges gegen Union Berlin aber nur noch zwei Zähler. Und am Sonntag kann der VfL Wolfsburg gegen die SpVgg Greuther Fürth nachlegen.

„Danke Max“, war auf einem Plakat im Gästeblock zu lesen. Garniert mit einem grünen Herz sendete einer der 500 mitgereisten Gladbach-Fans Grüße an Borussias zurückgetretenen Manager Eberl, weitere schlossen sich an. Auf dem Rasen musste der Fokus der Mannschaft jedoch ganz der sportlichen Aufgabe gelten. Bielefeld war durch den Sieg bei Eintracht Frankfurt vor der Länderspielpause bis auf einen Punkt an Borussia herangerückt und empfing die strauchelnden Fohlen nach fünf Spielen in Folgen ohne Niederlage.

Nachdem die Gastgeber erstmals im Strafraum aufgetaucht waren, spielte Gladbach die erste Chance heraus. Plea bediente Jonas Hofmann, dessen Schuss aus relativ spitzem Winkel Bielefelds Keeper Stefan Ortega mit dem Fuß zur Ecke abwehrte. Neben Ramy Bensebaini (für Luca Netz) war Plea der zweite Neue in Borussias Startelf. Er ersetzte den zu Juventus Turin gewechselten Denis Zakaria, dafür rückte Florian Neuhaus von der Doppelzehn zurück auf die Doppelsechs. Sein Comeback erneut verschieben musste Christoph Kramer, er war positiv auf Corona getestet worden.

Bielefeld war zuletzt 128 Kilometer gelaufen – Bundesliga-Saisonrekord – und Neuhaus hatte im Interview mit unserer Redaktion gesagt, seine Mannschaft wolle zeigen, dass sie solche Werte auch „im Tank“ habe. Entsprechend intensiv legten beide los, Gladbach deutete seine besseren fußballerischen Anlagen an, in Führung durch ein sehenswertes Tor ging in der 18. Minute jedoch Arminia: Patrick Wimmer tunnelte Nico Elvedi und setzte Janni Serra in Szene. Der Angreifer ließ gleich drei Borussen stehen, um den Ball von halbrechts in die lange Ecke zu schlenzen. Zum fünften Mal in Folge kassierte Gladbach in diesem Jahr das 0:1.

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Borussias Reaktion beinhaltete ein Abseits-Tor von Matthias Ginter sowie einen Kopfball von Bensebaini nach einer Ecke. An flüssigen Kombinationsmomenten mangelte es dem Spiel der Gladbacher allerdings in dieser Phase. Allein Standards sorgten mal für Gefahr im Bielefelder Strafraum – oder für Proteste, als die Borussen einen Handelfmeter forderten. Ihn nicht zu geben, war in Ordnung von Schiedsrichter Benjamin Cortus. In ähnlichen Szenen wurden zuletzt aber auch schon Strafstöße gegen Gladbach gepfiffen.

Der Ausgleich fiel in der 38. Minute somit halbwegs überraschend: Bensebaini flankte, Hofmann schaufelte den Ball gerade noch von der Grundlinie und Plea verwandelte am langen Pfosten mit einem Flugkopfball. Zum Jubeln ging es Richtung Bank, wo die „French Connection“ um den Torschützen, Breel Embolo, Manu Koné und Ersatzmann Marcus Thuram für sich feierte. Eine Minute vor der Pause konnte sich Yann Sommer erstmals richtig auszeichnen: Nach einer Ecke lenkte er den Kopfball von Guilherme Ramos um den Pfosten.

Wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel schickte Embolo Hofmann auf die Reise. Ortega parierte, aber Nathan de Medina bekam den Ball an den Arm. Wieder protestierten die Gladbacher, wieder ließ Schiedsrichter Cortus laufen, wieder war es eine Szene der Sorte: So etwas ist in dieser Saison schon gepfiffen worden. In der 53. Minute glich Bielefeld nach Chancen in der zweiten Hälfte aus. Der starke Wimmer spielte auf Serra, der direkt auf den freien Fabian Kunze, dessen Schuss an Sommer hängenblieb.

Borussia hatte deutlich mehr vom Spiel, auf zwei gute Bälle folgte jedoch allzu oft ein schwächerer, oder die Gäste liefen sich fest. Viel hing an den Standardsituationen, nach einer solchen gab Ginter in der 65. Minute den Ball in die Mitte, von wo Plea seine Direktabnahme vorbeisetzte am Tor. Deutlich gefährlich war, was kurz darauf die Arminia fabrizierte: De Medina kam, auch nach einer Ecke, frei zum Abschluss, brachte den Ball zwar mittig auf Sommer, der dennoch einen Reflex auspackten musste, um den erneuten Rückstand zu verhindern.

Bielefelds Trainer Frank Kramer wechselte doppelt, Adi Hütter ließ seine Startelf auch nach 75 Minuten unverändert. Seiner Mannschaft waren die Bemühungen nicht abzusprechen, doch so manchen Angriff spielte sie zu kompliziert. In der Schlussphase kam Marcus Thuram für Embolo und war bei einem aussichtsreichen Konter das Ziel von Hofmann – doch dessen Zuspiel scheiterte kläglich. In der Folge spielten beide Teams gute Umschaltsituationen nicht sauber aus. Es blieb beim 1:1, mit dem Bielefeld sicher einen Tick besser leben kann.

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