Borussia Mönchengladbach nimmt aus Leverkusen neue Verletzungssorgen mit

Enttäuschender Auftritt: Borussia nimmt keine Punkte und neue Verletzungssorgen mit

Nicht nur die Leistung gegen Bayer Leverkusen war schlimm, Borussia muss auch befürchten, dass die Verletztensituation noch prekärer wird. Nach dem 0:2 gegen Leverkusen sind Vincenzo Grifo und Jannik Vestergaard angeschlagen.

"Beide müssen am Sonntag ins MRT. Da geht es einmal ums Knie, einmal ums Sprunggelenk", sagte Gladbachs Trainer Dieter Hecking. Vestergaard war mit dem rechten Fuß böse umgeknickt und hatte bis zum Ende auf die Zähne gebissen. "Das Spiel hatte aber wenig mit den Verletzten zu tun. Wir können es trotzdem besser machen", stellte Hecking klar.

Borussia gab erst in der 68. Minute ihren zweiten Schuss aufs Tor ab — Lars Stindls Versuch geriet genauso harmlos wie der erste durch Grifo nach sechs Minuten. "Die klar bessere Mannschaft hat gewonnen. Leverkusen hat sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Wir hatten nicht die nötige Ballsicherheit und haben nie so richtig ins Spiel reingefunden, weil der Gegner uns einiges voraushatte", gab Hecking zu.

Seine Mannschaft ist nur noch Neunter und hat vor dem direkten Duell mit dem Siebten, der TSG Hoffenheim, drei Punkte Rückstand. Das 0:2 gegen Leverkusen bedeutete die 400. Auswärtsniederlage in der Bundesliga, nach der Winterpause holte Borussia nur sieben Punkte aus neun Spielen.

Trotz der vor allem offensiv enttäuschenden Leistung der Gladbacher hätte Josip Drmic in der Schlussphase beinahe das 1:1 erzielt, sein Kopfball nach Jonas Hofmanns gefühlvoller Flanke ging vorbei. "Wenn wir noch den Ausgleich gemacht hätten, wäre es ein sehr, sehr glücklicher Punkt gewesen", sagte Hecking.

Sein Gegenüber Heiko Herrlich lobte vor allem die Defensivarbeit seiner Mannschaft, die kaum etwas zuließ und sukzessive stärker wurde. "Ich habe gesagt, dass das Spiel gegen den Ball der Schlüssel sein würde. Und ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat den Gegner fast 90 Minuten konsequent und fleißig bearbeitet", sagte Herrlich.

Bis auf Drmics Kopfball und ein Beinahe-Eigentor von Wendell kurz danach musste Bayer kaum eine gefährliche Situation überstehen und gewann hochverdient.

(jaso)