Borussia Mönchengladbach: Nico Elvedi hat Bremen-Spiel nicht abgehakt

Borussias Verteidiger trainiert individuell: Elvedi hat das Bremen-Spiel noch nicht abgeschrieben

Gegen Düsseldorf musste Borussias Verteidiger Nico Elvedi mit einer Bänderzerrung im Sprunggelenk ausgewechselt werden, am Mittwoch stand er wieder für auf dem Platz. Doch auch ohne ihn ist der Konkurrenzkampf groß.

Noch während Nico Elvedi seine Laufrunden rund um den Trainingsplatz im Borussia-Park drehte, gab er eine erste Einschätzung ab. Auf die Frage einiger Bekannter an der Seitenlinie, wie es ihm gehe, hob der Schweizer, der am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf umgeknickt war und mit einer Bänderzerrung zur Halbzeit ausgewechselt worden war, den Daumen. Und auch nach seiner Übungseinheit, die aus leichtem Lauf- und Koordinationstraining bestand, zeigte sich der Innenverteidiger optimistisch.

„Es ging ganz gut, vielleicht kann ich am Donnerstag oder Freitag auch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Das Bremen-Spiel habe ich noch nicht abgehakt“, sagte der 22-Jährige, der zum Trainingsstart in die Woche der einzige Spieler neben Julio Villalba (individuelles Training nach seiner Schulterprellung) war, der nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Somit waren auch Denis Zakaria – er hatte mit Innenbandproblemen das Düsseldorf-Spiel verpasst – sowie Torwart Yann Sommer, dessen Handgelenk keinerlei Schwierigkeiten mehr bereitet, mit von der Partie. Sie alle absolvierten eine mehr als eineinhalbstündige Trainingseinheit.

„Es ist gut, dass es so intensiv zugeht. Es ist im Training zu spüren, dass wir derzeit den gesamten Kader zusammen haben. Wir haben viel Qualität, viel Konkurrenz. Da weiß jeder, dass er auch im Training an die Grenze gehen und gute Leistung bringen muss, das bringt uns auch als Mannschaft weiter“, sagte Sommer. Ein gutes Beispiel für den Konkurrenzkampf im Kader ist die Situation auf der Sechserposition, auf der Trainer Dieter Hecking im bisherigen Saisonverlauf immer zwischen Tobias Strobl und Christoph Kramer wählte und bereits häufiger wechselte.

„An so eine Jobteilung kann man sich sicherlich gewöhnen, ob man sich daran gewöhnen will, ist die andere Frage. Generell hat man es aber zu akzeptieren, das ist die einzig sinnvolle Lösung“, sagte Kramer. In der kurzen Trainingswoche bis zum Spiel bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) gelte es, kein Prozent nachzulassen, fügte er hinzu.

Denn das Ziel der Borussen für das Wochenende ist klar: mit einem Sieg in die Länderspielpause gehen und den zweiten Platz verteidigen. „Uns interessiert die Tabellensituation allerdings momentan überhaupt nicht. Es ist schön anzusehen, aber mehr auch nicht. Es bringt einfach nichts, groß auf die Tabelle zu schauen. Wir wollen ein gutes Spiel machen und wieder erfolgreich sein“, sagte Sommer.

Dass Bremen wie die Borussen auf fußballerische Lösungen setzt, sollte Gladbachs Spielweise eher entgegenkommen. „Es ist auf jeden Fall schön, wenn beide Mannschaften Fußball spielen wollen. Das sind gute Voraussetzungen für ein echt schönes Spiel“, sagte Kramer.

(togr)
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