Borussia Mönchengladbach: Nico Elvedi fühlt sich wohl als Innenverteidiger

Innen- statt Rechtsverteidiger: Borussias Elvedi fühlt sich in neuer Rolle wohl

Als junger Spieler war Borussias Nico Elvedi froh, überhaupt zum Einsatz gekommen - auch wenn es auf der ungeliebten Rechtsverteidigerposition war. In dieser Saison darf er endlich in der Innenverteidigung ran und bekommt prompt ein Lob.

Viele Maßnahmen, die Borussia vor dieser Saison getroffen hat, endeten im Erfolg. Die Umstellung auf das 4-3-3-System, die Verpflichtung von Alassane Plea, das Setzen auf Talente wie Florian Neuhaus. Eine weitere Entscheidung von Trainer Dieter Hecking war, Nico Elvedi von der rechten Abwehrseite in die Innenverteidigung zu beordern. Ein halbes Jahr später adelt Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ihn als „Top-Verteidiger“.

„Das war auf jeden Fall ein kluger Schachzug des Trainers. Ich fühle mich in der Innenverteidigung einfach sehr wohl und ich denke, dass man das auch auf dem Platz sieht“, sagt Elvedi. „Ich habe diese Position auch in jüngeren Jahren schon gespielt und denke, dass sie wie für mich gemacht ist.“ Seine Erklärung dafür: „Ich habe das Spiel nun vor mir und kann so noch besser im Aufbau agieren.“

Die Entscheidung war eine derjenigen, die Hecking im Vieraugengespräch mit Eberl nach der Vorsaison getroffen hatte. „Er hat mir vor dem Start in die Sommervorbereitung mitgeteilt, dass ich von nun an in der Innenverteidigung spielen werde“, sagt Elvedi, der sich in seiner vorigen Rolle als Rechtsverteidiger nicht ganz so wohl gefühlt hatte. „Aber ich war als junger Spieler froh, dass ich überhaupt gespielt habe“, erklärt der 22-Jährige. „Doch auch zu diesem Zeitpunkt wussten die Trainer schon, dass ich mich im Abwehrzentrum wohler fühle und ich bin froh, dass ich nun auch dort zum Einsatz komme.“

Doch auch da passieren dem jungen Schweizer noch einige Flüchtigkeitsfehler. „Aber das gehört dazu und daraus lerne ich“, weiß Elvedi. „Ich bin aber vom Typ her so gestrickt, dass ich solche Fehler schnell abhaken und mich auf mein Spiel konzentrieren kann, und dass ich auch wieder ins Risiko gehe.“

Das Ende der Hinrunde war für Elvedi eine ganz besondere Zeit. Mit Matthias Ginter fiel der Abwehrchef verletzt aus und der Schweizer rückte in die Rolle des Anführers im Abwehrzentrum. „Da habe ich den nächsten Schritt gemacht. Ich war plötzlich der Chef in der Innenverteidigung und habe den Spieler neben mir geführt“, sagt Elvedi. Jetzt übernimmt Ginter die Rolle des Defensivbosses wieder, doch Elvedi will an seiner neuentdeckten Führungsqualität weiter arbeiten. „Matthias ist wichtig für das ganze Team und wir verstehen uns sehr gut in der Innenverteidigung. Ich bin froh, dass er wieder zurück ist. Aber ich will mich weiter entwickeln, noch mehr meine Nebenleute mit führen.“

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