Borussia Mönchengladbach: Neuhaus spielt für den DFB, Ginter nicht

Gladbachs deutsche Nationalspieler : Neuhaus spielt 82 Minuten, Ginter gar nicht

Beim 2:1-Sieg der deutschen U21 gegen die italienischen Altersgenossen verbucht Florian Neuhaus eine gute Chance. Matthias Ginter sitzt beim 2:2 der A-Nationalmannschaft gegen die Niederlande derweil 90 Minuten auf der Bank.

Mit Florian Neuhaus in der Startelf hat die deutsche U21 die italienischen Altersgenossen in Reggio Emilia am Montagabend 2:1 (1:1) besiegt und damit das Jahr 2018 ohne Niederlage (sieben Siege, ein Unentschieden bei 22:2 Toren) abgeschlossen. Es war der 200. Sieg einer deutschen U21-Nationalmannschaft und seit neun Jahren der erste Erfolg gegen Italien, den amtierenden Europameister, der seinen Titel im kommenden Jahr im eigenen Land und in San Marino verteidigen will.

Neuhaus begann im 4-3-3-System von Bundestrainer Stefan Kuntz rechts im Mittelfeld, auf der Position der Acht also, die er auch bei Borussia in der Bundesliga spielt. Der 21-Jährige, der im Test gegen die Niederlande am Freitag noch 90 Minuten draußen gesessen hatte, verbuchte auch eine gute Chance der Gäste, die in der 21. Minute durch Vittorio Parigini in Rückstand geraten waren: Der Schlenzer des Borussen, diesmal von links aus dem Mittelfeld kommend, brachte aber noch nicht den Ausgleich, Italiens Torwart Emil Audero klärte zur Ecke. Erst bei den Treffern des Freiburgers Luca Waldschmidt per Handelfmeter (43.) und aus dem Spiel heraus (48.) war der Schlussmann der „Azzurini“ machtlos.

Neuhaus half, wie bei den Borussen gewohnt, im Mittelfeld ordnend nach hinten und vorne mit. Es blieb beim 2:1, nach 82 Minuten ging Neuhaus für Abdelhamid Sabiri vom Premiere-League-Club Huddersfield Town vom Feld, das zehnte U21-Länderspiel des Gladbachers seit seinem Debüt am 1. September 2017 war da beendet.

Mehr als ein Jahr jünger als Neuhaus jetzt war Matthias Ginter bei seinem Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft: Am 5. März 2014 war er gerade seit anderthalb Monaten 20 Jahre jung. Viereinhalb Jahre später wurde es nichts mit Ginters 23. Länderspiel-Einsatz, in der Nations-League-Partie gegen die Niederlande auf Schalke blieb Borussias Abwehrchef während des gesamten Spiels auf der Bank. Seinen Platz rechts in der Dreierkette hatte Niklas Süle eingenommen, die anderen beiden Stellen dort besetzten Mats Hummels und Antonio Rüdiger. Das Trio musste sich ab Minute 62 auch mit einem Ex-Gladbacher beschäftigen, da Luuk de Jong bei den Niederländern eingewechselt wurde und mit seiner Strafraumpräsenz mithalf, dass die Partie trotz des 0:2-Rückstandes zur Pause beim 2:2 nicht verloren ging.

Das alles sah Ginter von außen, was doch eine recht neue Situation für ihn war: Immerhin hat Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Debakel sehr auf den Gladbacher gesetzt. In den fünf Partien nach dem Ausscheiden in Russland war Ginter in allen Partien dabei, spielte dreimal durch, wurde einmal nach 72 und einmal nach 83 Minuten ausgewechselt. Dass er nun einmal eine Pause bekam, dürfte auch den Verantwortlichen bei Borussia nicht unrecht gewesen sein: Schließlich geht es am Sonntag (18 Uhr) in der Bundesliga zu Hause gegen Hannover 96 weiter.

Mehr von RP ONLINE