„Habe verstanden, wie Dinge hier laufen“ Gladbachs Ngoumou dankt WG-Kumpel Koné für die Starthilfe

Mönchengladbach · Seit zwei Monaten spielt Nathan Ngoumou bei Borussia Mönchengladbach. Seinem Freund und Teamkollegen Manu Koné hat er es zu verdanken, dass er sich schnell in Deutschland eingelebt hat. Vor dem Spiel bei Union Berlin hat Ngoumou über seine Ambitionen und das WG-Leben mit Koné gesprochen.

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Das ist Nathan Ngoumou

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Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Nathan Ngoumou hat sich in Gladbach schnell zurechtgefunden. Einen großen Anteil daran hat sein Freund Manu Koné, dem er in diesem Sommer nach Gladbach gefolgt ist. Ngoumou und Koné waren einst sowohl in der U19 als auch in der ersten Mannschaft des FC Toulose Teamkollegen und kennen sich seit der Jugend.

„Ich habe ja das Glück, dass es bei Borussia viele französisch sprechende Spieler gibt. Das hat mir sehr geholfen. Ich konnte mich also leicht integrieren“, wird Ngoumou in einem Klub-Interview zitiert. Wie eng die Bindung zu Koné ist, verdeutlicht die Tatsache, dass dieser dem Gladbach-Zugang gleich ein Zuhause bot.

„Er hat mich anfangs nicht im Hotel wohnen lassen, sondern mich bei sich zu Hause aufgenommen. Ich habe also bei ihm gewohnt, bin mit ihm zum Training gefahren und wir haben verschiedene Dinge zusammen unternommen“, erzählt Ngoumou, der durch Konés Hilfe schnell verstand, „wie die Dinge hier in Deutschland laufen“. Gerne würde er in Zukunft noch häufiger mit seinem WG-Kumpel zusammen auf dem Platz stehen.

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Foto: dpa/Carmen Jaspersen

„Das fußballerische Niveau ist hier ein anderes, an das ich mich aber auch so langsam angepasst habe“, sagt Ngoumou. Ähnlich sieht es sein Trainer Daniel Farke. „Nathan ist nach wie vor ein Projekt. Wenn du in der französischen U21-Nationalmannschaft spielst, ist das ein Zeichen von Qualität. Deswegen ist er nicht so weit davon entfernt, von Bundesliga-Starteinsätzen. Dass der Junge Potenzial hat, hat er auch schon in dem einen oder anderen Kurzeinsatz angedeutet.“

Sieben Pflichtspiele hat der 22-Jährige bislang für Borussia bestritten, dabei kam er meist als Rechtsaußen zum Einsatz. Beim DFB-Pokalspiel in Darmstadt (1:2) durfte er 83 Minuten ran und zeigte, wie er Borussia mit seiner Schnelligkeit helfen kann. Aus der Tatsache, dass er in mehreren Situationen zu unpräzise agierte oder die falsche Entscheidung traf, wird er lernen – um der Mannschaft möglichst zügig auch mit Scorerpunkten zu helfen. „Ich habe bisher bei meinen Einsätzen noch kein Tor geschossen oder vorbereitet. Aber ich weiß, dass ich, wenn ich weiter an meinen Fähigkeiten arbeite, in den Spielen auch eine entscheidende Rolle spielen kann“, sagt Ngoumou, der Torbeteiligungen als den „nächsten Schritt“ ansieht.

Gegen Union Berlin könnte er, sollte Jonas Hofmann weiterhin mit einer Schulterverletzung ausfallen, erneut in der Anfangsformation stehen – dann allerdings nicht gemeinsam mit Koné, der Borussia an der Alten Försterei gelbgesperrt fehlen wird. „Man hofft als Spieler ja immer, dass man in der Startelf steht und gibt dafür unter der Woche sein Bestes, um dem Trainer die Entscheidung, einen aufzustellen, möglichst leicht zu machen“, sagt Ngoumou.

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