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Borussia Mönchengladbach - Mitarbeiter bedanken sich für Gehaltsverzicht

Per Video-Botschaft : Borussias Mitarbeiter bedanken sich für Gehaltsverzicht

Schon über vier Millionen Euro hat Borussia allein durch den Gehaltsverzicht der Profis gespart. Dadurch konnten alle Arbeitsplätze gesichert und das Kurzarbeitergeld der Mitarbeiter aufgestockt werden. Dafür gab es ein emotionales Dank-Video.

Im März schaffte es Borussia sogar in den größten us-amerikanischen Nachrichtensender CNN. Nachdem die Gladbacher per offizieller Mitteilung die Exklusiv-Nachricht unserer Redaktion, dass das Profi-Team aufgrund der Corona-Problematik auf Teile ihres Gehalts verzichten wollen, bestätigten, lief die Botschaft über den Ticker des TV-Senders. Schließlich war Borussia der erste Klub, in dem es einen solchen Vorgang gegeben hatte. Das Ziel: Die Jobs und das Einkommen der Mitarbeiter sichern, die ein „normales“ Gehalt bekommen und aufgrund von Kurzarbeit auf einen großen Teil dessen verzichten mussten.

In den vergangenen drei Monaten sparte Borussia so jeweils über eine Million Euro pro Monat, insgesamt über vier Millionen Euro. Doch nicht nur die Profi-Spieler, sondern auch das Trainerteam, die U23 und die Direktoren des Klubs verzichten seit den Corona-Einschränkungen auf Geld. Das hat dazu geführt, dass keinem Mitarbeiter gekündigt werden musste, allen Borussen, die in Kurzarbeit geschickt werden mussten, konnte das Gehalt auf das normale Maß aufgestockt werden. Zum Dank gab es von den Mitarbeitern eine emotionale Video-Botschaft.

In der neuesten Ausgabe der „FohlenInsights“ zeigten die Borussen nun Ausschnitte dieses Videos. Zahlreiche Mitarbeiter sprechen darin ihren Dank aus, es werden auch einige Fotos mit Botschaften gezeigt. Unter anderem kommt U14-Coach Felix Galli zu Wort, er sagt zu seiner Tochter: „Weißt du, was meine Spieler aus der U14 dazu sagen würden? Dass das voll die Ehrenmänner sind.“

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Profi-Coach Marco Rose hat für sein Team auch eine Begrifflichkeit gefunden. „Wir sind ein cooler Haufen“, sagte er zuletzt immer häufiger. Dieser „coole Haufen“ hat den ersten Schritt zum geschlossenen Einspar-Programm der Größer-Verdiener im Klub gegeben. „Wir haben uns als Mannschaft zusammengesetzt und uns dann entschlossen, auf Gehalt zu verzichten. Ein, zwei Wochen später haben wir dann dieses sehr emotionale Video bekommen von den Mitarbeiter, nachdem viele, wenn nicht sogar, mal ordentlich schlucken mussten und sich bewusst wurden, was wir da tolles geleistet haben“, sagt Kapitän Lars Stindl.

Bis Ende Juni galt die Regelung ursprünglich, nach dem Urlaub werden sich die Bosse und das Team erneut zusammensetzen und darüber sprechen, ob der Gehaltsverzicht weitergehen wird. Wer die Borussen in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt hat, kann sich vorstellen, dass das auch im Sinne der Spieler ist. Denn finanziell sind die Auswirkungen der Corona-Krise noch lange nicht vorbei.