Borussia Mönchengladbach: Michael Lang und Denis Zakaria wollen nach Torpremieren nachlegen

Borussias Schweizer treffen : Lang und Zakaria wollen nach Torpremieren nachlegen

Für Michael Lang war das 2:1 gegen Hannover der erste Treffer in der Bundesliga, für Denis Zakaria der 4:1-Endstand der erste in dieser Saison. Sowohl der Rechtsverteidiger als auch der Mittelfeldspieler wollen mehr.

Denis Zakaria war gerade einmal eine Minute auf dem Platz, da verbuchte er schon eine gute Chance gegen Hannover 96, doch Torwart Michael Esser parierte den Schuss. Dasselbe Duell gab es wieder nur eine Minute später, diesmal blieb Borussias Schweizer eiskalt und verwandelte zum 4:1-Endstand. Besser hätten diese 15 Einsatzminuten, in denen er für Stürmer Alassane Plea, der in der Partie eher wirkungslos war, nicht laufen können für den Mann, der eigentlich für die defensive Stabilität im Mittelfeld zuständig ist.

Es war das erste Saisontor Zakarias, der in der vergangenen Spielzeit bereits zwei Tore und drei Vorlagen auf sein Konto gebracht hatte. In jener Premierensaison bei Borussia war der aus Bern gekommene 1,91-Meter-Schlaks fester Bestandteil des Teams, verpasste nur vier Bundesligaspiele: zwei wegen eines Muskelfaserrisses und zwei wegen Gelbsperren. Die Aggressivität, die Zakaria in den Zweikämpfen auf den Platz bringt, ist ebenso charakteristisch für ihn wie die energischen Läufe über den Platz mit seinen schier endlosen Beinen.

In dieser Saison ist der 22-Jährige allerdings ein wenig hinten dran, nur 483 von 1080 möglichen Bundesligaminuten hat er absolviert, nur eine Partie verpasste er wegen einer Innenbanddehnung im Knie. Ansonsten ist er ein wenig das Opfer der so erfolgreichen Systemumstellung von Dieter Hecking, in dessen neuem 4-3-3 nur Platz für einen „Sechser“ vor der Abwehr ist, der momentan bei Borussia entweder Tobias Strobl oder Christoph Kramer heißt. Zwar kann Zakaria auch auf der „Acht“ im Mittelfeld spielen, dort haben aber Jonas Hofmann und Florian Neuhaus meist die Nase vorn. Gegen Hannover standen alle drei auf dem Feld, weil Hofmann auf den rechten Flügel rückte.

Dass Zakaria aus dem Mittelfeld gleich zwei gute Torchancen hatte und eben eine auch nutzte, empfand er als „ganz wichtig“. Denn: „Die Saison ist für mich persönlich nicht so einfach. Ich will mehr spielen. Das ist aber normal, dass will jeder von uns.“ Stolz auf sein Premierentor dieser Saison war Zakaria aber dennoch: „Ich bin dafür da, der Mannschaft zu helfen, und das habe ich gegen Hannover ganz gut gemacht. Darüber bin ich glücklich“, sagte er.

Ebenfalls eine Torpremiere feierte Zakarias Landsmann Michael Lang gegen Hannover: Sein Treffer zum 2:1 kurz vor der Pause durch die Hosenbeine von Torwart Esser war sein erstes Bundesligator. Der Rechtsverteidiger, der nicht zuletzt aufgrund seiner 31 Tore und 24 Vorlagen, die ihm in 271 Spielen in der Schweizer Super League gelungen sind, als torgefährlich gilt, wollte direkt mehr: „Es war ein schönes Gefühl, und ich hoffe, dass ich bald das nächste Tor nachlegen kann“, sagte Lang.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich Sonntag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig. Daran hat wiederum Zakaria gute Erinnerungen: In der vergangenen Saison bereitete er in seinem erst vierten Bundesligaspiel den 2:2-Endstand von Kapitän Lars Stindl vor. Darauf angesprochen entgegnete Zakaria grinsend: „Ich hoffe, dass ich diesmal ein Tor schießen kann.“ Natürlich ist ihm bewusst, dass er dazu erst einmal auf dem Platz stehen muss. „Der Trainer muss entscheiden. Ich gebe in jedem Training und jedem Spiel 100 Prozent“, sagte Zakaria. Seine Doppelchance und das Tor gegen Hannover waren dafür ein guter Beleg.

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