Borussia Mönchengladbach: Max Eberl will Marco Rose eine gute Mannschaft zusammenstellen

Borussias Eberl packt an : „Ich habe Bock, eine neue Mannschaft zu bauen“

Borussia befindet sich nach der Verpflichtung von Marco Rose auf der Suche nach neuen Spielern, die zu dessen Spielidee passen. Ideen haben der Sportdirektor und sein neuer Trainer bereits, die Umsetzung braucht aber noch Zeit.

Mit Max Grün als drittem Torhüter hat Borussia gerade seinen ersten Zugang bekanntgegeben, auch der schon 2017 verpflichtete Jacob Italiano stößt vom australischen Klub Perth Glory im Sommer dazu, nachdem er am 30. Juli sein 18. Lebensjahr beendet und der Wechsel damit vollzogen werden kann. Auf prominente Zugänge müssen die Gladbacher Fans und der neue Trainer Marco Rose noch warten, doch in einem Interview mit dem Radiosender 90,1 versprüht Max Eberl jede Menge Optimismus. „Es ist eine Menge zu tun. Aber ich bin mit Freude und Begeisterung dabei, weil ich einfach Bock und Lust habe, eine neue Mannschaft zu bauen, um in der neuen Saison den Fußball zu sehen, den sich Marco vorstellt und den wir uns alle vorstellen“, sagte der Sportdirektor.

„Mit den Ideen der Spieler sind wir relativ weit, da haben wir größtenteils schon eine gute Einigung erzielt“, verrät Eberl außerdem. Nach unseren Informationen sind zwei der Kandidaten, um die sich Borussia bemühen will Valentino Lazaro (Hertha BSC) und Xaver Schlager (RB Salzburg). Bis zu den ersten Vollzugsmeldungen ist aber noch ein wenig Geduld gefragt. „Ich hoffe, dass es sich nicht zu lange zieht. Wir haben klare Vorstellungen, die wir umsetzen wollen“, sagte Eberl. „Ich kann aber nicht versprechen, das alles in den nächsten zwei, drei Wochen passiert.“

Gerade beim Thema Ablösepoker sieht der Gladbacher Sportdirektor die Schwierigkeiten. „Die Problematik ist einfach der abgebende Verein. Früher hat man sich vielleicht in einem Reigen zwischen 10 und 15 Millionen Euro bewegt, heute sagt der eine 10 und der andere dann 30 Millionen. Da ist man dann erstmal meilenweit auseinander“, sagte Eberl. „Also das ist schon noch ein Prozess, den wir gehen müssen und wo wir noch einige Reisen machen werden und an die Klinke müssen, um mit den Vereinen zu verhandeln.“

Nach dem Verkauf von Thorgan Hazard für bis zu 30 Millionen zu Borussia Dortmund sowie der Qualifikation für die Europa League, die mindestens zehn Millionen Euro garantiert, hat Eberl ein gutes Budget zur Verfügung. „Es sollen gute Spieler sein, die zu dem passen, was wir uns vorstellen. Aber trotzdem wollen wir unsere Philosophie nicht verlassen“, sagte Eberl, der auf dem bisherigen Transfer-Weg, einem auch von Vernunft geprägten, bleiben will.

Was der Sportdirektor jedoch noch nicht in Angriff nimmt, sind die von ihm angekündigten Veränderungen im sportlichen Bereich, beispielsweise die Verpflichtung eines Kaderplaners. „Es wird in diesem Sommer nichts passieren, aber es wird irgendwann jemand kommen, der uns sportlich unter die Arme greifen kann“, sagte Eberl am Mittwoch bei der Vorstellung von Rose. „Die größte Veränderung ist Marco mit seinem Trainerstab. Darüberhinaus werden wir uns Gedanken machen, was wir noch machen, um in diesem komplizierten Geschäft weiter eine gute Rolle spielen zu können.“

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