Borussia Mönchengladbach: Max Eberl und Marco Rose erklären die Fast-Absage gegen Sandhausen

Regen und Gewitter in Sandhausen : So nah stand das Borussia-Spiel vor der Absage

Starkregen und ein heftiges Gewitter sorgten dafür, dass die Partie von Borussia in Sandhausen 45 Minuten später angepfiffen wurde. Max Eberl und Marco Rose haben hinterher erklärt, dass das Spiel beinahe verlegt worden wäre.

Es fehlte nicht viel, und Borussia hätte in der ersten Runde des DFB-Pokals nicht 1:0 in Sandhausen gewonnen am Freitagabend. Einerseits weil der Zweitligist über weite Strecken des Spiels besser war und viele Chancen vergab, anderseits weil die Austragung der Partie gefährdet war.

Während der Aufwärmphase beider Teams setzte in Sandhausen starker Regen und ein heftiges Gewitter ein. Nachdem sogar die Fluchtlichter wegen der Blitze ausfielen, wurden Borussia und die Sandhäuser vorzeitig in die Katakomben geschickt, der Anstoß zunächst auf 21.10 Uhr, dann auf 21.30 Uhr verschoben. Nach dem Spiel stellte sich heraus, dass eine Absage kurz bevor stand. „Zwischendrin hieß es schon mal, es wird sicher nicht gespielt“, sagte Gladbach-Trainer Marco Rose.

Doch die Partie wurde doch noch angepfiffen, weil das erste Gewitter recht schnell weiterzog und ein befürchtetes zweites Unwetter über dem Stadion ausblieb. „Wir haben eigentlich schon damit gerechnet, dass das Spiel abgesagt oder abgebrochen und irgendwann anders dann angepfiffen oder fortgesetzt wird“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Man hat dann lange gewartet und Glück gehabt, dass das zweite Gewitter nicht direkt über dem Stadion war, sondern etwas vorbeigezogen ist, so konnte man das Risiko eingehen. Wenn es nochmal geblitzt hätte, hätten wir aber sofort aufgehört und abgebrochen.“

Nicht nur Eberl dachte vor allem beim Anblick des Starkregens an 2016 zurück, als Borussias Champions-League-Partie bei Manchester City aufgrund der großen Wassermassen abgesagt und um einen Tag verschoben werden musste. „Der Gedanke war da, das stimmt. Man war daran erinnert, dass wir sowas ja schon erlebt haben“, sagte Eberl. Doch der Regen war am Freitagabend nicht das Problem. Der Platz war trotz der extremen Belastung in sehr gutem Zustand.

Schwerer zu schaffen machte den Spielern die doppelte Verzögerung des Anstoßes. Nach der ersten Aufwärmphase befanden sie sich lange in der Kabine, danach ging es zu einem zweiten Warm-up wieder raus, das sich aber auch aufgrund der erneuten Anstoß-Verschiebung länger als gedacht hinauszog. „Für die Jungs war das nicht einfach, dieses häufige rein, raus, rein, raus“, sagte Rose.