Borussia Mönchengladbach: Max Eberl und Dieter Hecking kratzen an der Bestnote

Noten für Borussias Trainer und Manager : Darum waren Eberl und Hecking noch besser als ihre Spieler

Nach der erfolgreichen Hinrunde haben wir die Spieler unter die Lupe genommen. Nun haben wir den Manager und den Trainer der Borussia bewertet. Das sind ihre Noten.

Unter den Spielern sind Yann Sommer, Christoph Kramer und Matthias Ginter die leistungsstärksten Gladbacher. Sie haben in der Hinrunde die besten Noten erhalten. Im Gegensatz zu ihnen müssen sich die sportlich Verantwortlichen keiner wöchentlichen Bewertung in dieser Form unterziehen. Wie sind also die Leistungen von Trainer Dieter Hecking und Sportdirektor Max Eberl zu bewerten? Eine Einzelkritik der beiden Macher des Gladbacher Hinrundenerfolgs mit 33 Punkten und Platz drei.

Dieter Hecking

Nach der nicht sehr erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Saison stand Hecking in der Kritik. Der Trainer musste nach Platz neun handeln. Seine markanteste Konsequenz: Hecking stellte vom 4-4-2 auf 4-3-3 um. Eine Taktik, die aufging. Sowohl im Angriff als auch in der Defensive gehört Borussia zu den besten Teams der Liga.

Ein Grund dafür ist, dass Hecking es geschafft hat, seinen Kader zu einer Einheit zu formen, in der jeder Spieler um seine Wichtigkeit weiß. Auch wenn Spieler wie Kramer sich mehr Einsatzzeiten wünschen.

Zudem ist es dem Trainer gelungen, Spieler zu entwickeln. Den größten Sprung hat Jonas Hofmann gemacht, der im 4-3-3 zu einem Top-Spieler aufgestiegen ist. Auch Sommer, Nico Elvedi, Tobias Strobl und Thorgan Hazard sind besser geworden. Florian Neuhaus hat sich zum Stammspieler entwickelt, Jordan Beyer zu einer verlässlichen Alternative. Bedauerlich ist jedoch, dass Hecking Denis Zakaria noch nicht auf das Niveau der Vorsaison gebracht hat.

Ein Kritikpunkt sind zudem die vielen Gegentore in den Anfangsminuten. Fünfmal kassierten die Borussen einen Treffer in den ersten 15 Minuten. Kurz vor dem Hinrundenende verhinderte Sommer in Hoffenheim und gegen Nürnberg zwei weitere Blitz-Rückstände. Diese Unkonzentriertheiten muss Hecking aus seinen Spielern kriegen.

Note: 2+

Max Eberl

Mit Hecking hat der Sportdirektor an der Neuausrichtung gefeilt. Auf einen personellen Umbruch hat Eberl jedoch verzichtet und dem Kader der Vorsaison größtenteils das Vertrauen ausgesprochen.

Eberl hat seinem Trainer einen ausgewogenen Kader zur Verfügung gestellt. Jede Position ist doppelt und gut besetzt, die Charaktere passen zusammen. Sein Meisterstück war der Transfer von Alassane Plea, den er dank des Verkaufs von Jannik Vestergaard finanzieren konnte. Mit dem Franzosen hat Gladbach endlich wieder einen Mittelstürmer auf Top-Niveau.

Hervorzuheben ist die Maßnahme, den jungen Spielern Beyer und Neuhaus keine Neuzugänge vor die Nase zu setzen, sondern auf sie zu setzen. Positiv ist auch die Verpflichtung von Michael Lang als erfahrenem Spieler. Noch nicht zum Zuge kamen Andreas Poulsen und Keanan Bennetts, die jedoch als Zukunftsinvestitionen anzusehen sind.

Note: 2

(sho)
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