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Borussia Mönchengladbach: Max Eberl und Alassane Plea bei SC Freiburg mit Platzverweis

Plea und Eberl mit Platzverweis : Doppelter Rot-Ärger bei Borussia

Bei der Niederlage in Freiburg bekamen mit Alassane Plea und Max Eberl zwei Borussen einen Platzverweis. Trainer Marco Rose hält die Gelb-Rote für seinen Stürmer für „einen Witz“, seinen Sportdirektor nimmt er in Schutz.

Es war ein gebrauchter Tag für Borussia bei der 0:1-Niederlage beim SC Freiburg. Wichtige Punkte im Kampf um die Champions League hat sie verloren und dazu auch noch ihren Top-Scorer in der Bundesliga. Alassane Plea wurde mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen, er hatte zunächst in der 22. Minute wegen Ballwegschlagens eine Verwarnung erhalten, nach einem Tritt auf den Fuß von Freiburgs Robin Koch musste er vom Platz. Es war der Auslöser von Borussias doppeltem Rot-Ärger.

Für Trainer Marco Rose war der Platzverweis „ein Witz in der Summe, muss ich ehrlich sagen“. Der 43-Jährige war schon nach der ersten Gelben Karte für Plea außer sich, schlug mit Wucht gegen das Dach seiner Trainerbank – ob aus Wut über seinen Stürmer oder die Entscheidung des Schiedsrichters ist nicht übermittelt. „Da muss ich sicherlich auch mit Plea reden, dass er den Ball tunlichst liegen lassen sollte. Aber er hat ihn nicht aus dem Stadion geschossen, er hat ihn nicht bösartig irgendwo hingekickt“, versuchte Rose zu beschwichtigen. Noch verständnisloser zeigte er sich über die zweite Gelbe Karte, die den Platzverweis bedeutete. Es sei für ihn „ein völlig normaler Zweikampf“ gewesen. „Er tritt ihm aus Versehen auf den Fuß mehr oder weniger, er kommt ein bisschen zu spät. Das ist mir viel zu wenig für eine zweite Gelbe Karte“, sagte Rose.

Gladbachs Coach war nicht der Einzige, der sich in dieser Szene benachteiligt fühlte. Sportdirektor Max Eberl protestierte derart vehement gegen die Entscheidung von Markus Schmidt, dass der Schiedsrichter ihm die Rote Karte zeigte – es war der erste Platzverweis für einen Verantwortlichen in der Bundesliga-Geschichte. Auf dem Streamingsender Dazn wurde die Situation folgendermaßen dargestellt: „’Ein schlechter Witz’ war das Harmloseste. Der Rest müsste weggepiept werden.’“

Rose konnte mit seinem Sportdirektor mitfühlen, dachte er doch ähnlich. Entsprechend nahm der Coach „Rot-Sünder“ Eberl hinterher in Schutz. „Max war hochemotional. Wir alle sind hochemotional“, sagte Rose. „Wir lieben unsere Arbeit. Wir haben Ziele und wir wollen gewinnen. Es ist aus ihm herausgeplatzt.“