Borussia Mönchengladbach: Max Eberl plant die Zeit nach Raffael

Borussia auf Stürmersuche: Eberl plant die Zeit nach Raffael

Borussias Manager Max Eberl will im Sommer den Angriff verstärken. "Wir wollen das Thema Stürmer angehen", sagte er am Sonntag in der Talksendung "Wontorra" auf "Sky".

Allerdings müsse es nicht unbedingt ein klassischer Typ Mittelstürmer sein, stellte Eberl klar. "Tore zu schießen ist nicht nur eine Frage der Nummer-9-Diskussion", sagte Eberl. Große Investition könne es aber nur abhängig vom sportlichen Erfolg geben — oder bei entsprechenden Transfers. "Wenn wir 30 Millionen durch einen Verkauf erzielen, bin ich auch bereit, das Geld für einen oder zwei Spieler auszugeben", sagte Eberl. Die aktuell einzigen echten Mittelstürmer im Kader sind Josip Drmic und Raúl Bobadilla, deren Verträge jeweils noch bis 2019 laufen.

Zugleich stellte Eberl heraus, wie wichtig Raffael, der beim 1:0-Sieg in Hannover erneut fehlte, für die Gladbacher ist. "Er ist ein wichtiger Faktor für uns, so wie Marco Reus für Dortmund oder Robert Lewandowski für den FC Bayern München. Er macht auch die Spieler um sich herum besser", sagte Eberl. "Allerdings müssen wir uns auch Gedanken machen. Raffa ist 33", weiß Eberl. Den seit 1165 Minuten torlosen Kapitän Lars Stindl nahm Eberl in Schutz. "Er ist für uns ein elementar wichtiger Spieler, auch ohne Tore", sagte Eberl und verwies darauf, dass Stindl beim 1:0-Sieg in Hannover den Assist für den Torschützen Christoph Kramer beigesteuert habe.

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Mit dem Sieg in Hannover habe Borussia "eine Ergebniskrise gelöst, wir haben vor den zehn noch verbleibenden Spielen eine gute Ausgangsposition", sagte Eberl nach dem ersten Erfolg nach vier sieg- und torlosen Spielen. Europa sei das Ziel, doch habe ein Verein wie Borussia keine Garantie, warb Eberl einmal mehr für den "Gladbacher Weg". "Wenn die Erwartungshaltung zu groß ist, kann man nicht erfolgreich sein — und manchmal bringt eine Krise einen Verein auch weiter", sagte Eberl.

Angesichts der Fanproteste beim Spiel der Gladbacher in Hannover gegen 96-Boss Martin Kind und der Ausschreitungen beim Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen nahm Eberl die Fans in die Pflicht. "Es sind ein paar Hundert Chaoten, die im Stadion nichts verloren haben. Die guten Fans müssen uns helfen uns sagen, wer es ist", sagte Eberl.

(kk)