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Borussia Mönchengladbach: Max Eberl, Lars Stindl und Christoph Kramer über 2:2 gegen Real Madrid

Reaktionen nach dem 2:2 gegen Real : Borussia zwischen Ärger und Stolz

Natürlich ärgerte sich Borussia enorm darüber, wieder kurz vor Schluss zwei Punkte verloren zu haben. Das Fazit der Leistung gegen Real Madrid fiel aber sehr positiv aus.

Nur wenige Minuten haben Borussia gefehlt für eine Sensation. Gegen Real Madrid führten die Gladbacher lange 2:0, bis kurz vor dem Abpfiff auch noch 2:1, doch dann beendete Casemiro die Hoffnungen auf einen Sieg gegen die Königlichen. Wie schon bei Inter Mailand war das Ergebnis am Ende 2:2, doch es hätten in beiden Spielen jeweils zwei Punkte mehr sein können.

Das ist ärgerlich für die Borussen, aber kein Grund, nicht auch positiv auf die ersten beiden Partien der diesjährigen Champions-League-Saison zu blicken. „Natürlich sind wir auch stolz auf das, was wir gegen Real geleistet haben. Wir haben gegen einen der größten Vereine der Welt gespielt, das ist schon etwas Besonderes. Wir haben alles reingeworfen, um aus diesem besonderen Spiel etwas ganz Besonderes zu machen und diese Mannschaft zu schlagen. Lange sah es gut aus, jetzt sind wir aber erstmal enttäuscht“, sagte Kapitän Lars Stindl.

„Ich kann es nicht wirklich in Worte fassen. Wenn man vor dem Spiel von einem 2:2 gegen Real Madrid spricht, sagt man, es muss ein erfolgreiches Spiel gewesen sein. Jetzt, wenn wir so spät verdient 2:0 führen und den Lohn nicht nach Hause bringen, tut es schon erstmal weh“, sagte Max Eberl nach dem Spiel. „Aber bei allem Frust muss man sagen, dass wir ein sehr, sehr großes Spiel gegen Real Madrid gemacht haben, das darf man nicht vergessen. Wir haben sie am Rande einer Niederlage gehabt.“

Vor der Partie war auch ein Thema, dass Borussia für die Spieler der Madrilenen keine bekannte Größe war. „Ich glaube schon, dass wir Real unangenehm in Erinnerung bleiben. Als eine Mannschaft, die sie eigentlich schlagen müssen, aber nicht schlagen konnten, und nur mit Glück noch einen Punkt mitgenommen haben. Ich glaube, dass wir in ihren Gedanken bleiben“, sagte Eberl.

Dennoch ärgert sich Christoph Kramer über das Unentschieden. „Wir können uns nicht so viel vorwerfen, weil es bei dem Druck von Real schwer ist, das zu verteidigen. Aber wir müssen es besser fertig spielen, das können wir uns vorwerfen lassen. Dass dann noch einer reinfällt, ist richtig scheiße und ärgert einen“, sagte der Mittelfeldspieler. „Aber das ist Real Madrid und ich habe in zehn Jahren nicht erlebt, dass sie nicht konnten, wenn sie mussten und sie mussten. Sie haben am Ende viel Druck aufgebaut und uns laufen lassen. Es ist klar, dass man dann gegen Real auch leiden muss, das haben wir gemacht. Dass wir dann doch noch gerade zu dem späten Zeitpunkt den Ausgleich kassieren, ist sehr ärgerlich.“