Borussia Mönchengladbach: Max Eberl hofft gegen 1899 Hoffenheim auf die Fans

„Borussia-Park muss brennen“ : Eberl macht Fans heiß auf Hoffenheim

Sportdirektor Max Eberl hofft gegen Hoffenheim auf die Unterstützung der Fans. Nach dem Motto: Alle für Europa!

Nur noch drei Spieltage stehen in dieser Bundesliga-Saison an und für Borussia lautet das Motto nun: Alle für Europa! Das hat Max Eberl am Donnerstag nochmal klargemacht. „Es ist der große Traum von uns allen, Europa zu schaffen. Wir haben diese Chance, dieses Finale mit den drei Spielen, und wir haben es in der eigenen Hand, wir müssen nicht aufholen“, sagt der Sportdirektor.

Die Borussen haben ihren Vorsprung in den vergangenen Wochen verspielt, sind aber nach wie vor gut im Europa-Rennen vertreten. Eberl hofft dabei nicht nur auf ein gelungenes Zusammenspiel der Borussen auf dem Platz, sondern auch eines mit den Fans im Stadion. „Wir brauchen alle, der Borussia-Park muss brennen. Da sind natürlich auch die Spieler im Boot, für diese Begeisterung zu sorgen, das wissen sie auch. Wir müssen es schaffen, dass es sehr schnell eine Symbiose gibt“, sagt der 45-Jährige, der hofft, dass Borussia so nach zweijähriger Abstinenz in der nächsten Saison wieder im Europapokal ran darf.

Zweimal spielt Borussia noch im eigenen Stadion, am Samstag gegen 1899 Hoffenheim und zwei Wochen später gegen Borussia Dortmund (beides 15.30 Uhr). „Das sind zwei absolute Top-Mannschaften, da brauchen wir die Unterstützung der Fans, um unsere Ziele zu erreichen. Und ich bin mir sicher, dass die Fans für uns da sein werden“, sagt Eberl.

Eine Unterstützung wie in den Spielen zuletzt gegen Werder Bremen (1:1) und RB Leipzig (1:2) wünsche er sich, betont der Sportdirektor. In der vergangenen Partie gab es bei der Protestaktion des Gladbacher Anhangs gegen Leipzig jedoch auch beleidigende Plakate gegen Gäste-Trainer Ralf Rangnick. Davon hatte sich der Klub schnell distanziert und betont, dass man solche Banner nicht im Stadion sehen wolle und kündigte bei einem erneuten Fehlverhalten dieser Art Strafen an. Daher blicken die Borussia-Verantwortlichen der Partie gegen die ebenfalls kritisch gesehenen Hoffenheimer, bei denen Mäzen Dietmar Hopp schon häufig Opfer verbaler oder verschriftlichter Attacken war, optimistisch entgegen. „Wir hatten gute Gespräche, deswegen gehen wir davon aus, dass nichts passieren sollte, was Einzelpersonen betrifft. Da wird es keine Verunglimpfungen geben. Ich denke, da wird nichts gegen Dietmar Hopp kommen“, sagt Eberl.

Anders sei das jedoch, wenn es um Kritik an Hoffenheim geht. Dass der Klub in irgendeiner Art und Weise von den eigenen Fans verbal attackiert wird, konnte der Sportdirektor nicht ausschließen. Eine kritische Auseinandersetzung im Rahmen des Borussen-Kodex ist schließlich nach wie vor erwünscht. Persönliche Beleidigungen sollen jedoch der Vergangenheit angehören.

Für die Zukunft sollte es nun für die Borussia-Fans wie für die Akteure auf dem Platz heißen: kämpfen für Europa. Die einen mit ihrer Leidenschaft auf dem Feld, läuferisch und am Ball, die anderen auf den Tribünen mit ihren Anfeuerungen für die eigene Mannschaft.

Bei der fehlen neben den Dauer-Ausfällen Lars Stindl (Schienbeinbruch) und Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Muskelbündelriss) auch Raffael, Fabian Johnson (beide Wadenzerrung) und Christoph Kramer (Gelbsperre).