1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Max Eberl erwartet kurzfristigen Einbruch des Transfermarktes

Borussias Sportdirektor Max Eberl : „Kurzfristig erwarte ich einen Einbruch des Transfermarktes“

Max Eberl hat in einem Interview über mögliche Auswirkungen der Corona-Krise auf den Transfermarkt gesprochen. Es dürfte ruhiger werden als in den vergangenen Jahren – und das könnte für Borussia eine recht gute Sache sein.

Max Eberl hat zuletzt zwar betont, dass die Transferaktivitäten der Borussen aktuell ruhen, dennoch gibt es viele Gerüchte rund um die Profis der Gladbacher und vermeintliche Interessen des Klubs. Zu den üblichen Geschichten um Denis Zakaria und den Berichten, dass die englischen Klubs Manchester United und Leicester City an Alassane Plea interessiert seien, gesellen sich nun auch Informationen von „Le10Sport“, die erfahren haben wollen, dass der FC Arsenal und Bayern München an Nico Elvedi interessiert seien. Und auch Borussia solle bei seinem Scouting auf potenzielle Neuzugänge gestoßen sein, die Zeitung „Ouest-France“ berichtet, Gladbach habe ein Auge auf Imran Louza vom FC Nantes geworfen.

Bei all den Gerüchten ist aber aktuell nichts wirklich konkret und so viel dürfte sich daran auch im Transfersommer nicht verändern – das ist auch die Meinung von Max Eberl, der aufgrund der Corona-Krise ein deutlich zurückhaltenderes Geschehen in Sachen Spielerkäufe erwartet. „Kurzfristig erwarte ich heftige Veränderungen und einen Einbruch des Transfermarkes“, sagte Borussias Sportdirektor im „Stern“-Interview. „Es mag den ein oder anderen Mega-Deal geben – aber mit einem durchschnittlichen Spieler wird man nicht mehr diese Preise erzielen wie zuvor. Wir werden eine Korrektur erleben.“

Das wird auch auf Borussia zutreffen. Zwar besitzt der Kader mehrere Spieler, die hochpreisig und begehrt sind, die aber auch alle nicht den unbedingten Willen haben, Gladbach zu verlassen. Andersrum ist der Klub auch trotz der Corona-Krise wahrscheinlich nicht genötigt, Spieler zu verkaufen, um die Verluste auszugleichen. Es deutet also vieles darauf hin, dass der Transfersommer gerade bei Borussia recht ruhig werden könnte – trotz vieler Gerüchte.

Dazu passt auch, dass Eberl betont, am liebsten alle Spieler zu behalten, bei denen es Kaufinteressenten geben könnte. „Unser Ziel ist es, den bestehenden Kader zusammenzuhalten, mit dem wir super zufrieden sind“, sagte der 46-Jährige, der sogar schon darauf schielt, das Team weiter verstärken zu können. Eberl: „Und wenn wir dann noch sportlichen Erfolg haben sollten und die Europa League oder sogar die Champions League erreichen sollten, dann können wir überlegen, etwas Geld zu investieren. Aber das wäre Schritt zwei oder drei. Schritt eins ist, dass wir überhaupt wieder Fußball spielen. Das ist ein Erfolg.“