Borussia Mönchengladbach: Max Eberl erwartet eine Strafe nach Pyro in Sandhausen

Erst Stimmung, dann Pyro : Borussias Fans zwischen Hilfe und Schaden

Marco Rose sagte nach der Partie, die Fans hätten einen hohen Anteil an Borussias Sieg in der ersten Pokalrunde. Doch ein Teil von ihnen störte das positive Bild in Sandhausen. Eine Pyro-Aktion dürfte eine hohe Geldstrafe zur Folge haben.

Borussias neuer Trainer wusste, bei wem er sich nach dem 1:0-Sieg in der ersten Pokalrunde in Sandhausen auch zu bedanken hatte. „Für uns war es sehr wichtig, dass unsere Fans so zahlreich im Stadion waren und uns so toll unterstützt haben. Das war ein ganz wichtiger Faktor für uns, gerade hinten raus, um das Spiel trotz der schwindenen Kräfte bis zum Ende durchzuziehen. Dank ihnen haben wir es gemeinsam gut zuende gekämpft“, sagte Marco Rose.

5000 Borussen waren am Freitagabend im Stadion und verhalfen ihrer Mannschaft dazu, den dauerhaften Druck des an diesem Abend leistungsstärkeren Zweitligisten zu überstehen. Insgesamt drei Stunden lang sorgten die Anhänger für Stimmung. In der Zeit vor dem zweifach verschobenen Anstoßes, der schließlich um 21.30 Uhr stattfand, war die Atmosphäre der Gladbacher positiv, während des Spiels über die gesamte Dauer unterstützend und lautstark.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte ein Teil der Borussen auf der Tribüne jedoch mit einer Pyroaktion für ein Negativerlebnis. Kurz bevor das Spiel angepfiffen wurde, brannte es hinter dem Tor der Sandhäuser lichterloh und Rauch zog auf.

Sehr wahrscheinlich ist, dass der Verein für diese Aktion wieder hinhalten muss und eine empfindliche Geldstrafe erhalten wird. „Ich denke, wir gehen finanziell mit einer Nullnummer aus der ersten Runde raus“, prognostizierte Sportdirektor Max Eberl. „Ich möchte da aber nicht zu viel zu sagen. Das ist ein leidiges Thema.“

Im März wurde Borussia mit einer Rekordstrafe von 80.000 Euro belegt, weil im Dezember 2018 Anhänger beim Auswärtsspiel in Dortmund Feuerwerksraketen abgebrannt hatten. Danach hatte der Klub den Ultras eine deutliche Ansage gemacht. „Nachdem sie im letzten Hinrundenspiel in Dortmund massiv Pyrotechnik gezündelt haben und der Verein eine Rekordstrafe bekam, gab es eine klare Ansage, dass es Konsequenzen geben wird, wenn sie wieder zündeln“, sagte Borussias Fanbeauftragter Thomas „Tower“ Weinmann in einem Interview mit unserer Redaktion im Mai. Möglich also, dass diese Aktion nicht nur für den Klub, sondern auch für diesen Teil der Fans Folgen haben wird.

Mehr von RP ONLINE