Borussia Mönchengladbach: Max Eberl erklärt Alassane Plea für unverkäuflich

Wechselverbot : Eberl will Plea nicht hergeben

Alassane Plea sagte zuletzt, bald für einen Top-Klub spielen zu wollen. Doch Manager Max Eberl erklärt den Stürmer für unverkäuflich.

Im Sommer ist Borussia für Alassane Plea ein finanzielles Risiko eingegangen, wie sie es noch nie zuvor getan hat. 23 Millionen Euro hat Sportdirektor Max Eberl bezahlt, um den Angreifer vom Typ Mittelstürmer, den Trainer Dieter Hecking dringend für sein neu eingeführtes 4-3-3-System benötigt hatte, von Nizza an den Niederrhein zu holen.

Nach dem ersten halben Jahr ist Plea schon einer der absoluten Lieblinge im Gladbacher Kader. Neunmal hat er schon in der Bundesliga getroffen, bereitete drei Treffer vor. „Alassane hat das geschafft, was es in Gladbach lange nicht gegeben hat: Wir haben wieder einen Mittelstürmer, der immer Tore erzielen kann“, sagte Hecking am Ende der Hinrunde, die Borussia auch dank des Franzosen mit 33 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz beendete.

Hecking und Eberl hoffen nun, dass Plea auch in der Rückrunde die Klasse, die ihm nun zugesprochen wird, unter Beweis stellt. Das ist auch das Ziel des Stürmers. Nicht nur um seinen aktuellen Arbeitgeber zu überzeugen, sondern auch um sich selbst in das Rampenlicht für größere Klubs zu spielen. Denn Plea betonte vor kurzer Zeit im französischen Fernsehen, dass es sein Ziel sei, in der Zukunft bei einem der europäischen Spitzenvereine tätig zu sein. Borussia sei in diesem Fall ein Sprungbrett.

„Ich bin froh, dass keiner unserer Spieler sagt, dass Gladbach seine finale Station ist. Wir wollen ambitionierte Spieler, die sehr viel erreichen wollen. Daher finde ich es auch toll, wenn ein Spieler seine Ambitionen äußert, das darf er“, sagt Eberl.

Diese Lockerheit besitzt Gladbachs Sportdirektor auch, weil in dem bis 2023 laufenden Vertrag des Stürmers keine Ausstiegsklausel verankert sein soll. Eberl und Borussia haben also selbst in der Hand, wann Plea den Sprung zu einem anderen Klub machen darf. Eines stellt der Sportdirektor aber schon jetzt klar: das wird nicht in diesem Jahr geschehen. „Ich kann jetzt schon ausschließen, dass wir Alassane im Sommer abgeben werden. Wegen ihm braucht kein Klub zu mir kommen“, sagt Eberl.

Der Grund ist klar: Mit Thorgan Hazard, der sich, wie die Untersuchung ergab, am Sonntag eine Zerrung im Sprunggelenk zugezogen hat, und Jonas Hofmann haben die Gladbacher zwei Top-Spieler im Kader, deren Verträge 2020 auslaufen. Gerade beim Belgier ist es nicht unwahrscheinlich, dass er in naher Zukunft für einen Top-Klub spielen will. Nach seinen tollen Leistungen steht Hazard, der im Trainingslager nach seinem Zusammenprall in der Einheit am Montag wenige Tage pausieren muss, sicherlich bei einer Vielzahl hochkarätiger Vereine auf dem Einkaufszettel.

Das weiß auch Eberl, der eine Vertragsverlängerung zwar noch nicht aufgegeben hat, aber für den Fall Überzeugungsarbeit, auch in Form von Geld, leisten muss. Anders als bei Hazard steht Eberl im Falle Plea gar nicht unter Druck.

Und gleich mehrere seiner Leistungsträger abzugeben, kommt für Eberl nicht infrage. „Meine Intention ist es, alles für den Erfolg zu tun und nicht, möglichst viel Geld auf dem Konto zu haben oder ein Transferplus von 300 Millionen Euro zu machen. Auch wenn Borussia immer wieder mal einen seiner besten Spieler verkaufen muss, wir haben schon häufiger gezeigt, dass wir nicht gleich beim ersten Angebot umfallen“, stellte Eberl klar.

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