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Borussia Mönchengladbach: Max Eberl deutet Transfer-Abgänge an

Borussia im Trainingslager : Drei Neulinge, Box-Einlagen und Eberls Andeutung

Valention Lazaro trainierte erstmals mit, Denis Zakaria übte wieder teilweise mit dem Team und Box-Trainer Young-Son-Cho sorgte für ganz neue Trainingsinhalte. Manager Max Eberl deutet derweil an, dass es noch Abgänge geben kann.

Es gab einiges neues Personal beim Morgentraining der Borussen im Trainingslager in der Klosterpforte in Harsewinkel. Vor allem Valentino Lazaro, dessen Leihvertrag mit Inter Mailand nun gültig ist. Weswegen der Österreicher nach einigen Tagen Wartezeit ins Training einsteigen konnte. Er kam mit Stefan Lainer, den er aus gemeinsamen Zeiten beim FC Liefering und bei RB Salzburg sowie aus dem Nationalteam kennt, zum Platz und wurde dann im Mannschaftskreis mit Applaus begrüßt. „Es ist gut, dass es endlich losgeht“, sagte Lazaro nach getaner Arbeit.

Ein anderer neuer Trainingsteilnehmer war Denis Zakaria. Der Plan, ihn während des Trainingslagers an das Teamtraining heranzuführen, geht offenbar auf. Der Schweizer war dabei im Kreis der Kollegen und machte zum Beispiel beim Kreis-Spiel mit. Und auch zuvor bei einem ungewöhnlichen Trainingsinhalt: Boxen war angesagt auf dem Rasen. Immer drauf mit Gebrüll auf die Pratzen war das Motto.

Hierfür war der dritte Neuling des Tages zuständig: Box-Trainer Young-Son Cho. Dass ein wenig Kampfhahn-Gehabe auch auf dem Spielfeld zuweilen helfen kann, wenn es um Erfolg geht, ist bekannt, dafür gibt es reichlich Beispiele. Nebenbei geht es dabei um Körperbeherrschung, vor allem aber um den Spaß. „Den hatten wir“, versicherte Mittelfeldspieler Florian Neuhaus.

Manager Max Eberl hat das Team und das Trainingslager in den vergangenen Tagen hautnah beobachtet, er ist zufrieden mit den Eindrücken. „Der Eindruck ist sehr positiv. Es sind top Bedingungen, um sich auf eine spannende Saison vorzubereiten“, sagte Eberl.

Was Lazaro angeht, ist Eberl froh, dass der Deal nun durch ist. Der 24-Jährige entspricht den Vorgaben der Borussen für diesen Transfer-Sommer. „Er ist ein variabler Spieler für mehr Kraft und Kreativität nach vorne. Lazaro kann viele Positionen spielen, er kennt den Trainer und die Art des Fußball, die der Trainer spielen lässt“, sagte Eberl. Gleiches gilt für den anderen neuen, Hannes Wolf, ebenfalls früher Salzburg. „Beide Leihspieler sind logische Transfers und passen in unseren Kader“, sagte Eberl. „Wir haben in Fabian Johnson, Raffael und Tobias Strobl drei Spieler verloren, die viele Positionen abgedeckt haben und haben mit den beiden neuen Spieler viel davon wieder abgedeckt und die Konkurrenzsituation wieder gestärkt“, sagte Eberl.

Dass es Leihen geworden sind, ist der Corona-Krise geschuldet. „Wir haben einen Geldsegen mit der Champions League bekommen, aber trotzdem: Wir haben die Mannschaft gebeten auf Geld zu verzichten, um für unsere Mitarbeiter im Verein die 100 Prozent Gehaltszahlung zu ermöglichen. Und dann kann ich nicht hingehen und im Sommer für viele Millionen Euro ausgeben. Dann wäre ich unglaubwürdig“, sagte Eberl.

Er deutete an, dass es keinen Zugang, aber möglicherweise noch Abgänge geben könnte. „Was die Zugänge betrifft, war es das für Borussia. Trotzdem haben wir zwei, drei Spieler im Kader, wo wir überlegen, ihnen die Möglichkeit zu geben, mehr Spiele zu machen. Der Kader ist recht groß, es drängen junge Spieler nach. Darum sind wir bei zwei, drei Spielern offen, wenn Interessenten da wären“, sagte Eberl. Aber: Topspieler werden nicht gehen, das stellte er noch mal klar.