Borussia Mönchengladbach: Max Eberl beendet Spekulationen um Max Kruse im ZDF-Sportstudio

Im ZDF-Sportstudio : Eberl beendet Spekulationen um Borussia-Rückkehr von Kruse

Max Eberl hat im ZDF-Sportstudio betont, Max Kruse nicht verpflichten zu wollen. Er äußerte sich auch zu Thorgan Hazard und den anstehenden strategischen Veränderungen bei Borussia.

In den vergangenen Monaten kamen immer wieder Gerüchte auf, Max Kruse könnte in der nächsten Saison wieder für Borussia Mönchengladbach auflaufen, nachdem er bereits von 2013 bis 2015 für die Fohlenelf aktiv war. Sportdirektor Max Eberl hat diese Spekulationen, die bereits bei vielen Fans Anklang gefunden hatten, aus dem Weg geräumt. „Max ist ein fantastischer Fußballer, wir haben ihn erleben dürfen, und das hat viel Spaß gemacht. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird und er noch einen großen Vertrag unterschreiben wird — aber nicht bei Borussia Mönchengladbach“, sagte Eberl im ZDF-Sportstudio.

Bei Werder Bremen läuft der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers nach Saisonende aus, sein Klub hat ihn bislang noch nicht von einer Verlängerung überzeugen können. Viele im Umfeld der Borussen hatten daher mit einer Rückkehr geliebäugelt, darin steckte jedoch mehr Nostalgie als Wahrheit. Zwar spielt Kruse eine starke Saison, besonders in der Rückrunde, doch ist er mit 31 Jahren bereits in einem fortgeschrittenem Alter, und mit dem 30-jährigen  Lars Stindl, der sich beim 1:0-Sieg in Hannover einen Schienbeinbruch zugezogen hat, und mit Raffael, 33, hat Borussia bereits zwei Ü30-Stürmer im Kader. Außerdem könnte Kruse nicht in das Anforderungsprofil des neuen Trainers Marco Rose passen, der künftig seinen Powerfußball bei Mönchengladbach integrieren will.

Dass Thorgan Hazard dann auch nicht dabei sein wird, wurde Anfang der Woche bekannt. Eberl bekräftigte im ZDF nochmals: „Thorgan hat uns mitgeteilt, dass er nicht verlängern will, deswegen wird es so kommen, dass wir ihn verkaufen müssen, weil Mönchengladbach auf dieses Geld angewiesen ist, um dann neu investieren zu können. Und jetzt liegt es an uns, einen guten Preis zu rauszuholen, um für unsere Zukunft etwas aufbauen zu können.“ Borussia Dortmund, der FC Liverpool und Atletico Madrid werden als Interessenten gehandelt.

Eberl äußerte sich auch über seine angestrebten strategischen Maßnahmen, die er neben dem bevorstehenden Trainerwechsel im Sommer von Dieter Hecking zu Rose angehen möchte, ein Kaderplaner etwa ist im Gespräch. „Ich habe noch nicht das Mosaiksteinchen gefunden, wir haben auch noch nicht die Position gefunden. Deswegen können wir auch noch gar nicht über Namen sprechen. Man hat aber gemerkt, dass das Aufgabengebiet sehr groß geworden ist. Da machen wir uns nun einfach Gedanken, um den Verein da für die Zukunft aufzustellen“, sagte Borussias Sportdirektor.

Rouven Schröder betonte bereits, für einen Job in Mönchengladbach nicht zur Verfügung zu stehen. Jonas Boldt, ehemals Sportdirektor bei Bayer Leverkusen, und Horst Heldt, zuletzt bei Hannover 96, sind zwei etablierte Bundesliga-Manager, die am Borussia-Park gehandelt werden. „Ich will auf jeden Fall Qualität haben. Wir in Mönchengladbach sind welche, die frei von Eitelkeiten sind. Da gibt es nicht das hierarchische Denken, sondern darum, Qualität zu finden. Wir haben einen unglaublich großen Namen und uns in den vergangenen zehn Jahren extrem entwickelt.Wir brauchen gute Leute. Es muss passen in unser Konstrukt“, sagte Eberl.

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