Borussia Mönchengladbach: Max Eberl auf Nachfolger-Suche - gute Ausbeute

Mit Hazard geht wieder ein Star : Eberls Einkaufstour nach Borussias Top-Abgängen

Schon fünfmal ging Max Eberl nach namhaften Abgängen wie nun Thorgan Hazard auf Nachfolger-Suche. Seine Ausbeute kann sich sehen lassen.

Mit Thorgan Hazard wird Borussia im Sommer wohl einen seiner wichtigsten Spieler verlieren. Er hat Sportdirektor Max Eberl informiert, seinen Vertrag nicht verlängern und den Klub wechseln zu wollen. Borussia Dortmund und der FC Liverpool sind aktuell heiße Spuren. Zu wem Hazard auch immer wechseln will, Eberl wird versuchen, eine möglichst hohe Ablösesumme rauszuholen. Und: „Dann werden wir das Geld, das wir für ihn bekommen, nutzen, um andere spannende Spieler für unsere Mannschaft zu verpflichten.“ Fünfmal stand er in seiner seit 2008 andauernden Amtszeit als Sportdirektor vor der Aufgabe, nach dem Verlust eines Top-Spielers für Ersatz zu sorgen.

2009 war Marko Marin der erste dieser Abgänge, er wechselte für 8,2 Millionen Euro zu Werder Bremen. Raul Bobadilla kaufte Eberl darauf für 4,2 Millionen Euro, dazu Juan Arango für 3,6 Millionen Euro und Marco Reus von Rot-Weiß Ahlen für eine Million Euro. Zumindest Arango und Reus erwiesen sich danach als absolute Glücksgriffe.

Letzterer wechselte drei Jahre später für eine Ablösesumme von 17,1 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Auch Abwehrchef Dante verließ die Gladbacher, ging für 4,7 Millionen Euro zu Bayern München. Mit diesen Einnahmen finanzierte er die Transfers von Luuk de Jong (zwölf Millionen Euro), Granit Xhaka (acht Millionen Euro) und Alvaro Dominguez (acht Millionen Euro). Während de Jong einer der größten Fehleinkäufe in der Eberl-Zeit war, entwickelte sich Xhaka mit der Zeit zum Kapitän und Führungsspieler bei Borussia.

Der Sportdirektor musste 2014 dann Marc-Andre ter Stegen für zwölf Millionen Euro zum FC Barcelona ziehen lassen. In Yann Sommer fand er jedoch einen sehr guten Ersatz, der neun Millionen Euro kostete. Außerdem liehen die Gladbacher Thorgan Hazard für eine Gebühr von 1,5 Millionen Euro vom FC Chelsea aus, ein Jahr später kauften sie ihn für acht Millionen Euro.

Der bisherige Rekordabgang ist Granit Xhaka, der 2016 für 45 Millionen Euro zu Arsenal London wechselte. Eberl holte als Ersatz Christoph Kramer für 15 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zurück. Außerdem investierte er 12,5 Millionen Euro in Jannik Vestergaard, dessen Abgang im vergangenen Sommer die Ablöse für Alassane Plea in die Kasse spülte, und Timothee Kolodziejczak für 7,5 Millionen Euro. Der vom FC Sevilla gekommene Verteidiger erwies sich als Fehleinkauf.

Erfolgreicher legte Eberl ein Jahr später die Ablöse für Mo Dahoud an, der für zwölf Millionen Euro nach Dortmund wechselte. Für die gleiche Summe verpflichtete Borussia Denis Zakaria, der in seiner ersten Saison sofort einschlug. Für 17 weitere Millionen Euro holte Eberl auch Matthias Ginter vom BVB.

Sieben Zugänge schlugen voll ein, nur zwei floppten. Diese Ausbeute verspricht, dass hinter Eberls Ankündigung, „spannende Spieler für unsere Mannschaft zu verpflichten“, viel stecken könnte.

Mehr von RP ONLINE