Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter und Nico Elvedi mit starken Leistungen

Borussias Abwehr-Duo : Ginter und Elvedi sind zwei Stützen für Rose

Matthias Ginter und Nico Elvedi haben bei ihren Einsätzen in ihren Nationalteams überzeugt. Sie werden wichtige Stützen für Marco Rose in dessen erster Borussia-Saison sein.

In den vergangenen Tage hat man wieder die Leistungen von Matthias Ginter und Nico Elvedi gesehen, die man bei Borussia in den letzten Monaten der abgelaufenen Bundesliga-Saison oft vermisst hat. Ginter überzeugte bei der deutschen Nationalmannschaft, nicht nur defensiv, sondern vor allem offensiv, er bereitete das 2:0 durch Marco Reus mit einem tollen Pass vor. Elvedi war beim Schweizer 5:6 nach Elfmeterschießen (0:0 nach regulärer Spielzeit) gegen England im Spiel um Platz drei der Nations League einer der besten Feldspieler der Eidgenossen.

Der 22-Jährige heimste Lob von den Medien ein, der Schweizer „Blick“ bewertete ihn beispielsweise mit einer 5. Das ist die zweitbeste Note in der Skala des Blattes, das die Einschätzung in umgekehrter Reihenfolge gegenüber der deutschen Bewertung gibt (6 ist die beste Note, 1 die schlechteste). Und auch in den sozialen Netzwerken schwärmten die User von Elvedi. Schweizer Fans schrieben, dass ihr Team ohne sein Mitwirken und die guten Darbietungen von Nebenmann Fabian Schär (Newcastle) und Keeper Yann Sommer eine hohe Niederlage hätte einstecken müssen, und die englischen Anhänger wiesen darauf hin, dass er eine große Karriere vor sich haben könnte. Einige User wünschten sich Elvedi als Neuzugang für Manchester United für die nächste Saison.

Doch das werden die Gladbacher zu verhindern wissen. Der Schweizer hat bei seinem aktuellen Arbeitgeber noch ein bis 2021 laufendes Arbeitspapier. Andere Klubs könnten ihn nur für eine sehr hohe Ablösesumme loseisen. Ähnlich ist es bei Ginter, dessen Marktwert von 35 Millionen Euro noch ein wenig über dem von Eledi (30 Millionen Euro) liegt. Auf beide Spieler zählt Marco Rose in seiner ersten Saison bei Borussia. Sie sollen die Stütze sein, die den Gladbachern dazu verhilft, den Erfolg der vergangenen Saison mindestens zu wiederholen und auf internationaler Bühne für Furore zu sorgen. Denn beide haben gezeigte, dass sie internationale Klasse besitzen.

Und dass dauerhafte Erfolge vor allem dann zu erreichen sind, wenn die Defensive funktioniert, hat Borussia in der vergangenen Saison bewiesen. Ihr fünfter Platz und der damit verbundene Einzug ist in erster Linie damit zu erklären, dass die Abwehr über sehr lange Zeit sehr gut stand. Nach dem 20. Spieltag, als die Gladbacher Zweiter der Tabelle waren, stellte Borussia an Gegentoren gemessen sogar das beste Bollwerk der Bundesliga. 18 Mal musste Yann Sommer bis zu diesem Zeitpunkt erst hinter sich greifen.

Ginter und Elvedi stellten in dieser Periode das Innenverteidiger-Paar, und beide ergänzten sich so gut, dass sie Borussia zum Erfolg verhalfen. Doch dann begann die Zeit, in der es nicht nur beim Team, sondern auch bei den beiden Abwehrmännern kriselte. Das Spiel gegen Hertha (0:3) war die Partie, die auch das Gladbacher Innenverteidiger-Duo aus der Bahn warf. Elvedi ließ sich von Salomon Kalou austanzen, der Borussia darauf das erste Gegentor der Rückrunde bescherte, Ginter konnte Davie Selke bei einem Sprint über mehr als die Hälfte des Spielfeldes nicht stellen, und war so ebenfalls für einen Gegentreffer verantwortlich.

Und beide Spieler patzten weiter. Elvedi beispielsweise gegen Bayern (1:5) und Stuttgart (0:1), Ginter in Düsseldorf (1:3). Das Zusammenspiel passte nicht mehr. Die Folge daraus: Kassierte Borussia in den ersten 20 Saisonspielen nur 18 Gegentore, waren es in den folgenden 14 Partien 24 Treffer. Und die wenigen Siege, die die Gladbacher in dieser Phase gewannen, zeigten, wie sehr ihr starkes Abwehr-Duo brauchen. Denn sowohl beim 1:0 in Hannover als auch beim 4:0 in Nürnberg erledigten Ginter und Elvedi ihren Job, beim 1:0 in Mainz spielte der Schweizer stark an der Seite von Tony Jantschke.

Mehr von RP ONLINE