Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter trotz 1:1 gegen Bremen optimistisch

„Hat jeden überrascht“ : Das sagt Gladbachs Ginter zum Hecking-Abgang

Borussias Nationalspieler Matthias Ginter sprach nach dem 1:1 gegen Werder Bremen über die Systemumstellung und die Situation um Trainer Dieter Hecking.

Nach dem Spiel sprach der Nationalspieler über:

… das 1:1: „Wir haben alles reingeworfen. Es fühlt sich nicht an wie ein Unentschieden. wir hätten deutlich früher auf das 2:0 stellen können. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir dann nur 1:1 spielen. Wir waren die bessere Mannschaft.“

… die Systemumstellung: „In den letzten Spielen waren wir sehr konteranfällig. Mit einer Dreierkette bleiben automatisch drei Spieler hinten. So haben wir gegen Werder größtenteils Konter vermieden. Wir wollten wieder mit Herz auftreten, Zugriff haben, früh draufgehen, das war mit dem System absolut gegeben. So konnten wir auch Bremen früh unter Druck setzen. Es hat eigentlich gut geklappt. Ich kenne die Position aus der Nationalmannschaft, auch Thorgan Hazard kennt die Position aus dem Nationalteam, daher kannten wir die Abläufe.“

… die Situation um Trainer Dieter Hecking: „Es ist etwas Besonderes für uns. Aber wir hatten uns unabhängig von den Vorgeschichten vorgenommen, anders aufzutreten als in Düsseldorf. Wir haben alles gegeben, für den Trainer, aber auch für uns.“

… die angekündigte Trennung von Hecking: „Das hat jeden überrascht, auch uns. Bis vor ein paar Wochen haben wir noch eine wahnsinnig gute Saison gespielt. Aber Max Eberl hat ja auch erklärt, dass es nicht an der aktuellen sportlichen Situation liegt, sondern eine perspektivische Entscheidung ist. Er denkt halt mittel- und langfristig, kennt den Verein wie kein anderer. Darum habe ich volles Vertrauen.“

… die erneut schwache Rückrunde: „Das hat viele Gründe. Es gab einen gewissen Hype um uns. Wir haben dann auch sehr gut in die Rückrunde gefunden. Dann waren Berlin und Wolfsburg zwei Nackenschläge, die wir nicht so einfach weggesteckt haben, dann kam noch die Niederlage gegen die Bayern. Aber man kann es nicht so richtig mit der vergangenen Saison vergleichen, da war schon gegen Ende der Hinrunde ein bisschen der Stecker raus. Jetzt sind wir dabei, uns zurückzukämpfen.“

… den Wert des Punktes: „Es ist zur Zeit einfach frustrierend. Wir hätten eigentlich mehr verdient. Wir haben jetzt noch drei Auswärtsspiele bei Abstiegskandidaten und Heimspiele gegen zwei direkte Konkurrenten und Dortmund – da geht es um die Wurst. Aber es ist noch alles drin, sowohl für die Champions- als auch für die Europa-League. Wir müssen weiter nach vorn schauen. Es sind vier Punkte nach oben, das wird nicht leicht, weil Leipzig und Frankfurt stark sind, aber das Mindestziel muss die Europa League sein.“

Mehr von RP ONLINE