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Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter Stiftung hilft Kindern in Freiburg

Stiftung von Borussias Abwehrchef : Wie Matthias Ginter Kindern in der Corona-Krise hilft

Seit 2016 unterstützen Borussias Abwehrchef Matthias Ginter und seine Frau Christina Kinder in Freiburg. Zuletzt haben sie in der Corona-Krise drei neue Projekte gestartet.

Vor fast genau drei Monaten hat Matthias Ginter doppelt Geburtstag gefeiert. Sein eigener, der 26., rückte aber in den Hintergrund, denn sein Sohn Matteo kam an Ginters Geburtstag am 19. Januar zur Welt. Eigentlich war geplant, dass Ehefrau Christina in Düsseldorf entbindet, doch es passierte schon während eines Trips in Ginters Heimat Freiburg. Dort wurde Borussias Abwehrchef erstmals Vater. Es passt auch, denn in der Region setzt er sich mit seiner Frau schon lange für Kinder ein – und beide haben ihr Engagement in der Corona-Krise nochmal erweitert.

Rückblick: „Im Dezember 2016 war ich mit meiner Frau in der Kinderklinik in Freiburg, da haben wir als vorweihnachtliche Geschenke einige Fanartikel von Borussia Dortmund (Ginter spielte 2014 bis 2017 für den BVB) verteilt“, erinnert sich der Nationalspieler. „Wir haben dann bemerkt, dass viel mehr Hilfe benötigt wird. Die Räumlichkeiten waren nicht so berauschend, dazu haben sich auch viele Kinder wahnsinnig gefreut, das war prägend für uns. Als wir die Kinderklinik verlassen haben, haben wir uns dann überlegt, wie wir helfen können. Uns war dann relativ schnell klar, dass wir sofort eine eigene Stiftung gründen, um mehrere Projekte unterstützen zu können.“

Seither hilft die „Matthias Ginter Stiftung“ Kindern in Freiburg auf vielen Wegen. „Der Job als Profi hilft, um darauf aufmerksam zu machen, da kann ich meine Stellung nutzen, um möglichst viele Leute ansprechen zu können“, sagt Ginter. So schafft es die Stiftung, viele Unterstützer für sich zu gewinnen. Bei einer Gala im vergangenen Jahr war auch Bundestrainer Joachim Löw zu Gast, der persönlich spendete.

In der Corona-Krise haben die Ginters drei neue Projekte an den Start gebracht. Zunächst wurden in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt Kindernotgruppen für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind, eingerichtet, die Stiftung übernimmt dabei die Kosten für 40 Kinder für die Monate April, Mai und Juni.

Außerdem hat die Stiftung das Projekt „Bücher für Kinder“ gestartet. Mit 15.000 Euro finanzierten die Ginters Neuanschaffungen von Medien für Kinder, die nach Bestellung nach Hause geliefert wurden. So hatten Kinder trotz der Schließung von Schulen und Bibliotheken Zugang zu Büchern.

Mit ihrem dritten neuen Projekt unterstützt die Stiftung die Freiburger Uniklinik, wo 2016 in der Klinik die Charity-Idee der Ginters entstanden ist. Weil die teils schwerkranken Kinder nur noch von höchstens einem Elternteil besucht werden können, hat die Stiftung 15 iPads in der Kinderklinik verteilt, mit denen die Kinder einerseits per Videotelefonie den Kontakt zur Familie und zu Freunden halten können und andererseits Schulaufgaben und Weiterbildungen machen sowie Gesundheitsspiele ausüben können.

Neben diesen Projekten hat die Matthias Ginter Stiftung weitere Maßnahmen für die nächsten Wochen geplant. „Die Arbeit liegt uns sehr am Herzen, da wir alle wissen, dass die Kinder unsere Zukunft sind. Wenn man ein Projekt realisiert hat und am Ende ein Lächeln der Kinder bekommt, ist das das schönste Geschenk“, sagt Christina Ginter. „Wir würden uns freuen, wenn noch viele weitere Menschen mit uns diesen Weg gehen, in dem sie unsere Stiftung unterstützen. Alle Spenden gehen zu 100 Prozent in die Hilfsprojekte.“ Alle Informationen finden Sie im Internet unter https://www.matthias-ginter-stiftung.de/spenden.html.