Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter spricht über Sieg in Leverkusen

Borussias Rennen um Europa: Matthias Ginter hat noch keine Lust auf Rechenspiele

Der Abwehrchef ist zurück: Matthias Ginter spielte gegen Leverkusen durch, nachdem er am Ende der Hinrunde verletzt gefehlt hatte. Dem Nationalspieler gefiel nicht alles am Gladbacher Spiel - trotz des Auswärtssiegs.

Matthias Ginter kehrte beim 1:0-Sieg der Borussia in Leverkusen nach einer schweren Gesichtsverletzung zurück in die Startelf und überzeugte gleich auf voller Linie als Abwehrchef. Nach dem Spiel, durch das sich die ohnehin schon starke Saisonbilanz der Borussia auf 36 Punkte in 18 Spielen verbesserte, war der Nationalspieler froh über den erneuten Erfolg seines Teams, wusste aber auch, dass die drei Punkte hart erkämpft waren.

Ginter über...

... das Spiel: „Der Sieg war sehr wichtig für uns, aufgrund der zweiten Halbzeit aber auch etwas glücklich. In der ersten Halbzeit haben wir es besser gemacht, haben uns immer wieder aus dem Pressing der Leverkusener rausspielen können. Nach der Pause haben wir uns von der Hektik anstecken lassen und nicht mehr so viel Ballbesitz gehabt. Und dann ist natürlich schwierig gegen diese Wucht der Offensive, die mit einer Welle nach der anderen auf uns zugerollt kam. Da haben wir alles reingeworfen, aber konnten natürlich nicht jede Chance verhindern. So gab es einen Pfostenschuss und Yann Sommer hat super gehalten, aber das braucht man dann auch, um in Leverkusen zu gewinnen.

… den Zwölf-Punkte-Vorsprung auf Leverkusen: „Ich glaube, unabhängig von diesem Spiel, dass wir nicht auf Leverkusen schauen. Jeder weiß, dass sie unheimlich viel Qualität haben, aber wir haben zumindest phasenweise gezeigt, dass wir auch auswärts unser Spiel durchbringen können. Ob wir jetzt neun oder zwölf Punkte Vorsprung haben, ist aktuell nicht so wichtig. Das sind so viele Rechenspiele, und es sind noch 16 Spieltage, jeder spielt noch gegen jeden, und jeder kann jeden schlagen. Von daher sind wir gut beraten, einfach nur bei uns zu bleiben.“

… den positiven Nebeneffekt eines solchen Auftaktsieges: „Natürlich gibt uns dieser Erfolg Selbstvertrauen, denn es ist nicht leicht, in Leverkusen zu gewinnen. Vor allem jetzt unter dem neuen Trainer Peter Bosz ist das sehr, sehr schwierig. Wir haben jetzt die drei Punkte mitgenommen, aber es wird noch ganz andere Mannschaften geben, die hier etwas liegenlassen werden. Wir sind froh, aber ab Anfang der Woche geht der Blick schon wieder auf das Spiel am Samstag gegen Augsburg.“

(sho)
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