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Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter sieht Deutschland nicht als EM-Topfavorit

Borussias Abwehrchef : Ginter sieht Deutschland nicht als Topfavorit bei der EM

Matthias Ginter ist mit Borussia Mönchengladbach auf einem erfolgreichen Kurs in dieser Saison. Im Sommer steht für Gladbachs Abwehrchef die Europameisterschaft an. Deutschlands Nationalmannschaft sieht er da aber nicht als einen der ersten Titelanwärter an.

Mit Borussia hat Matthias Ginter in dieser Saison noch Großes vor. Aktuell liegt er mit seinem Klub auf Platz vier der Bundesliga-Tabelle und ist Abwehrchef der besten Defensive der Liga. Erst 23 Gegentore haben die Gladbacher kassiert, nur Bayern München hat genauso wenige Treffer hinnehmen müssen. Ginter hat einen großen Anteil an dieser Bilanz. Er hat sich seit seinem Wechsel zu Borussia enorm weiterentwickelt, auch mit Blick auf die Nationalmannschaft, wo er zum Stammspieler gereift ist. Und diesen Status will er auch noch bei der im Sommer anstehenden Europameisterschaft haben. „Ich will mich im Verein zeigen, um mich für einen der Plätze anzubieten“, sagt Ginter im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es dauert noch ein paar Monate bis zur EM, ich habe noch große Ziele mit Borussia.“

Danach geht es mit der deutschen Nationalmannschaft auch um eine Rehabilitierung nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland – und auch um den Titel? „Wir wollen bei dem Turnier auf jeden Fall zeigen, dass wir es besser können als bei der WM in Russland und dass wir wieder zu den besten Nationen gehören“, sagt Ginter. „Ich würde uns jedoch nicht als Topfavorit ansehen, sondern uns zum erweiterten Kreis zählen.“

Um zur ersten Reihe der Anwärter auf den EM-Titel zu gehören, fehlt dem 26-Jährigen noch etwas an gemeinsamer Eingewöhnungszeit nach dem Umbruch, der nach der WM eingeleitet wurde. „Wir spielen noch nicht so lange auf höchstem Niveau zusammen. Aber wir müssen die anderen auch nicht zu stark reden“, sagt Ginter. „Wir sind jung, haben jedoch auch schon einige Erfahrung. Und wir haben gezeigt, dass wir uns entwickeln. Ich bin optimistisch, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Beim Turnier, das vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf europäischen Städten ausgetragen wird, muss Deutschland schon in der Vorrunde hochkarätige Gegner bezwingen. Auf Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal trifft das Team von Bundestrainer Joachim Löw in der Vorrunde – schon da könnte das Aus drohen. „Da kommt einiges auf uns zu. Aber es kann sogar gut sein und gleich etwas auslösen, wenn es so packend losgeht“, sagt Ginter.

Das gesamte Interview mit Borussias Abwehrchef lesen Sie am Samstag in der Mönchengladbacher Lokalausgabe der Rheinischen Post oder auf rp-online.de unter RP+.