Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter läuft wieder, Jonas Hofmann und Christoph Kramer fallen für Hoffenheim aus

Hofmann und Kramer fehlen Borussia länger: Ginter gibt grünes Licht für den Rückrundenstart

Borussia hatte auf eine schnelle Rückkehr von Jonas Hofmann gehofft. Seine Verletzung aber heilt langsamer als erwartet. Auch ein weiterer Spieler fehlt weiterhin, aber bei einem anderen Gladbacher gibt es gute Nachrichten.

„In dieser Phase ist unser großer Trumpf, dass wir Spieler von der Bank bringen können, die ein Spiel entscheiden können“, hatte Borussias Trainer Dieter Hecking nach dem 3:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart über seine Alternativen im Kader geschwärmt. Dennoch hoffte der Trainer, in der das Jahr 2018 abschließenden englischen Wochen auf weiteres Personal zurückgreifen zu können. Zumindest für das Spiel am Samstag in Hoffenheim stehen einige Spieler aber, anders als erhofft, noch nicht zur Verfügung.

Der Plan war, dass Jonas Hofmann nach seiner Muskelverletzung im Hüftbeuger am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. Stattdessen absolvierte der Mittelfeldspieler aber nur eine individuelle Einheit. „Es sieht nicht ganz so gut aus, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir müssen mein Comeback noch um ein paar Tage verschieben“, erklärt Hofmann. Bei Untersuchungen war im Bereich der Verletzung noch Flüssigkeit zu erkennen. „Solange das so ist, ist das Risiko zu hoch, dass doch noch etwas reißt“, sagt Hofmann. Beim Auswärtsspiel bei seinem Jugendklub TSG 1899 Hoffenheim, wo er von 2004 bis 2011 spielte, wird der 26-Jährige ausfallen, die beiden folgenden Partien gegen Nürnberg (18.12.) und in Dortmund (21.12.) sind aber noch nicht abgehakt.

Ähnlich ist die Situation bei Christoph Kramer, der nach seiner Knöchelverletzung zwar schon in der vergangenen Woche trainieren konnte, am Mittwoch aber nicht auf dem Übungsplatz zu sehen war. „Er und Jonas werden in Hoffenheim ausfallen, das Risiko ist bei ihnen noch zu groß. Wir müssen beide aber noch nicht für die Spiele danach abhaken, da versuchen wir das Optimum zu erreichen. Das machen wir aber nicht auf Krampf. Richtung Nürnberg und Dortmund sind wir noch guter Dinge.“

Noch etwas mehr Zeit wird Matthias Ginter benötigen. Immerhin konnte der Verteidiger, der sich beim 4:1-Sieg gegen Hannover eine Augenhöhlen- und Kieferfraktur zugezogen hatte, am Mittwoch jedoch seine erste Laufeinheit absolvieren. „Mir geht es gut, ich bin voll am Plan“, sagt Ginter. Und der sieht so aus, dass der Nationalspieler am 2. Januar mit seinen Kollegen in die Vorbereitung starten und beim ersten Spiel in Leverkusen (19.01.) dabei sein wird. Möglich, dass er dabei zu Beginn eine Schutzmaske trägt, die bereits angepasst ist.

Moralische Unterstützung holte sich Ginter am vergangenen Wochenende bei einem Leidensgenossen. Stuttgarts Christian Gentner zog sich in der vergangenen Saison bei einem Zusammenprall mit Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels eine ähnliche Verletzung zu. Seine Diagnose bestand aus einem Nasenbein- und Oberkieferbruch sowie einer Fraktur des unteren und seitlichen Augenhöhlenbodens und einer schweren Gehirnerschütterung. „Es war schön, dass er sich für das Gespräch ein paar Minuten Zeit genommen hatte und mal andere Erfahrungen zu hören. Da wurde auch deutlich, dass ich noch Glück im Unglück hatte“, berichtet Ginter von der Unterhaltung der beiden Bundesliga-Profis vor dem 3:0-Sieg der Gladbacher gegen Stuttgart.

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