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Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter hat kein Verständnis für die Aktion der Gladbacher Ultras

„Das brauchen wir alle nicht“ : Ginter hat kein Verständnis für Schmäh-Plakate

Borussias Abwehrchef Matthias Ginter hat nach dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim deutlich Stellung bezogen zur Aktion der Gladbacher Ultras gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp.

Matthias Ginter hat gegen 1899 Hoffenheim sein erstes Saisontor erzielt. Doch die 1:0-Führung der Borussen reichte nicht zum Sieg, weil Hoffenheim spät zum 1:1-Ausgleich kam. Nicht nur das vergällte Ginter den Spaß am Spiel. Der 26-Jährige hat kein Verständnis für die Schmäh-Plakate der Gladbach-Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp.

„Es ist nicht das erste Mal, dass Dietmar Hopp angegangen wird. So etwas brauchen wir alle nicht. Wir sind hier, um ein Fußballspiel zu sehen. Wenn es dann unterbrochen wird und ein Spielabbruch droht, dann ist das unnötig. Außerdem wird ein Mensch angegriffen und beleidigt. Wie gesagt: Das brauchen wir alle nicht“, sagte Ginter. Kostenpflichtiger Inhalt Auch Geschäftsführer Stephan Schippers, Sportdirektor Max Eberl und Trainer Marco Rose und viele Fans im Stadion hatten sich klar von der Aktion der Ultras distanziert.

Schiedsrichter Felix Brych hatte das Spiel unterbrochen, als in der Nordkurve des Borussia-Parks Vermummte ein Plakat mit Hopps Konterfei im Fadenkreuz und ein Banner mit diffamierenden Schriftzügen zeigten. Sogar ein Spielabbruch drohte. „Er hat das wohl zu unserem Kapitän Lars Stindl gesagt, darum hätte es vielleicht dazu kommen können“, sagte Ginter.

Aus sportlicher Sicht war das 1:1 für Ginter „ein verschenkter Heimsieg“, es sei „unnötig, ärgerlich und bitter, dass wir zum einen die Standardsituation am Ende nicht besser verteidigen und vorher nicht mit dem Spiel das 2:0 machen“, monierte Ginter.

Er selbst verpasste kurz vor der Pause sein zweites Tor, als er erneut im Strafraum zum Abschluss kam, aber an Hoffenheims Torwart Oliver Baumann scheiterte. „Hoffenheim hat er aber auch sehr gut gemacht, wir hatten nicht den Zugriff wie in anderen Spielen, sie haben uns viel laufen lassen, ohne uns an die Wand zu spielen“, analysierte Ginter.

Dass die Spielunterbrechungen nach der Pause einmal wegen der Aktion der Ultras, dann zweimal wegen des Videoassistenten – die Borussen aus dem Rhythmus gebracht hätten, sah Ginter nicht. „Es hatten ja beide Mannschaften damit zu kämpfen, darum hatte es, glaube ich, keinen großen Einfluss auf das Spiel. Und einmal war der Videobeweis ja auch für uns, einen Elfmeter nimmt man da gerne mit, sagte Ginter. Alassane Plea nutzte die Chance jedoch nicht. Vor der Elfmeter-Entscheidung lief das Spiel einige Minuten weiter, bevor Brych die erste Unterbrechung nutzte, um die Situation nochmal in Augenschein zu nehmen

Später erkannte Brych das vermeintliche 2:0 durch Alassane Plea nicht an. Das wurde diskutiert, weil das Handspiel von Oscar Wendt lange vor dem Tor passiert war. „Ich bin eigentlich ein großer Fan vom Videobeweis, weil er Entscheidungen fairer macht. Manchmal muss man dem Schiedsrichter auch etwas Zeit zugestehen. Es ist ein Handelfmeter, ob es jetzt nach einer Minute oder einer eineinhalb Minuten so entschieden wird. Bei dem aberkannten Tor ist Oscar mit einer Stützhand am Ball, das wird mal so mal so ausgelegt“, sagte Ginter.

Das 1:1 ordnete er insgesamt als Rückschlag ein. „Das muss man so sagen. Es war unser großes Ziel, drei Punkte zu holen und unsere Serie auszubauen. Gerade wie der Spielverlauf war, ist es ärgerlich“, sagte Ginter.