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Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter fehlt auswärts "manchmal der letzte Punch"

Abwehrchef unzufrieden nach 0:0 in Berlin : Was Ginter bei Borussias Auswärtsspielen manchmal fehlt

Matthias Ginter ist nach dem 0:0 bei Hertha BSC im letzten Hinrundenspiel nicht ganz zufrieden, er sieht gerade in der Fremde Verbesserungsbedarf. Borussias Abwehrchef will sich mit seinem Team steigern, um erfolgreich zu bleiben.

Anders als beim 1:2 beim VfL Wolfsburg eine Woche zuvor sicherte Borussia beim 0:0 bei Hertha BSC den Punkt im Auswärtsspiel in der Schlussphase ab. Viel besser fühlte es sich nach dem Spiel dennoch für Matthias Ginter nicht an. Gladbachs Abwehrchef über ...

... das Spiel in Berlin: „Ich befürchte, dass es für Zuschauer zum Einschlafen war. Es war schwierig, Hertha stand sehr tief, hat gut verschoben und viel zugelaufen. Wir haben es nicht geschafft, dort durchzukommen. Nur in einer kurzen Phase in der zweiten Halbzeit ist uns das besser gelungen, da hatten wir die ein oder andere Torchance. Insgesamt wäre der Sieg aber trotzdem unverdient gewesen.“

... seine Gefühlslage nach dem Punkt: „Nach Wolfsburg haben wir uns gefragt, warum wir den Punkt nicht mitnehmen. Jetzt haben wir das gemacht, aber das fühlt sich auch nicht berauschend an, ehrlich gesagt. Aber Berlin hat es auch gut gemacht, ihre vergangenen Spiele haben schon gezeigt, dass es gegen sie schwer ist. Wir hätten es aber gerade im Spiel nach vorne besser machen müssen.“

... die 35 Punkte in der Hinrunde: „Wenn uns das vor der Saison jemand angeboten hätte, hätten wir das sofort unterschrieben. In der Bundesliga können wir insgesamt zufrieden sein. Aber wir wissen, dass nicht alles gut ist – wir sind im DFB-Pokal und in der Europa League ausgeschieden und hatten in der Liga auch das ein oder andere Spiel, in dem wir nicht so berauschend gespielt haben. Wir müssen in der Vorbereitung schon ordentlich arbeiten.“

... Verbesserungsansätze für die Rückrunde: „Gerade in Auswärtsspielen müssen wir sauberer sein, besser mit dem Ball umgehen und den Gegner bewegen, wir müssen uns da mehr Chancen herausspielen. Wir können nicht immer darauf hoffen, dass drei Chancen reichen. In den Heimspielen geht es von Anfang an rund, auswärts fehlt manchmal der letzte Punch. Da fehlt es auch mal, dass wir ein Tor erzwingen wollen. Aber ich will nicht alles schlecht reden.“

... eine Unzufriedenheit trotz des zweiten Platzes: „Wenn wir in Berlin gewonnen hätten, wären wir auch Vize-Herbstmeister, aber ein Stück weit zufriedener. Ich glaube, wir stehen zurecht so weit oben, aber wir sind alle ambitioniert und ehrgeizig. Wir wissen, dass uns in der Rückrunde nichts geschenkt wird, deshalb müssen wir uns auch neue Lösungen und Wege überlegen. Gerade gegen tief stehende Gegner, da müssen wir uns verbessern.“

... seine Wünsche für das neue Jahr: „Als Allererstes Gesundheit, das ist natürlich das Wichtigste. Ansonsten versuche ich weiter an mir zu arbeiten, das wollen wir alle, auch als Mannschaft, damit wir weiter erfolgreich sind. Das färbt dann auf alle ab, dann ist auch jeder einzelne erfolgreich. Deshalb wollen wir da dranbleiben.“