Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter fehlt auch in der Europa League

Nach ausgekugelter Schulter : Ohne Ginter nach Rom

Borussia will beim Abwehrchef Mathias Ginter nach dessen Schulterverletzung kein Risiko eingehen. Wann Ginter zurückkehrt ist offen. So ist auch der Stand bei Alassane Plea. Dessen Muskelverletzung sei nicht „schwerwiegend, doch sie muss auskuriert werden“, sagte Trainer Marco Rose.

Borussias Trainer Marco Rose war guter Dinge, was Matthias Ginter angeht. Der Abwehrchef, so schien es, könnte nach seiner Schulterverletzung, die er sich beim 5:1 gegen den FC Augsburg zugezogen hatte, zum wichtigen Europa-League-Spiel in Rom zurückkehren in den Kader und den Borussen helfen, bei der AS Rom möglichst den ersten internationalen Sieg zu schaffen in dieser Saison. Doch als die Borussen am Dienstagvormittag zum ersten Training der Woche auf den Rasen kamen, fehlte der Nationalspieler. Und er wird auch nicht dabei sein, wenn die Gladbacher am Mittwoch nach Rom reisen, und Donnerstag beim Spiel fehlen. Was Sonntag  gegen Eintracht Frankfurt ist, bleibt abzuwarten.

„Bei Matze ist es ein bisschen schwierig. Wichtig ist, dass ich klare Kante bekenne. Der Junge will unbedingt, der Trainer will, auch die medizinische Abteilung will. Trotzdem wissen wir alle, dass ihm vor zwei Wochen die Schulter zweimal rausgeflogen ist. Da geht es einmal um die Bilder, die grundsätzlich nicht schlecht, aber auch nicht zum Jubeln sind. Und es geht um das Gefühl von Matze. Wir, vor allem ich, haben uns weit aus dem Fenster gelehnt, aber es geht um die Gesundheit des Spielers. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht überdrehen und in Dinge reinrennen, die keiner gebrauchen kann. Wir müssen von Tag zu Tag und Woche zu Woche gucken, was Sinn macht. Und im Moment muss man sagen: Es macht keinen Sinn“, sagte Rose.

Ginter hatte sich die Schulter ausgekugelt, als Augsburgs Florian Niederlechner bei einem Zweikampf auf ihn gefallen war.  „Die Schulter muss stabil sein, sie muss im Gelenk bleiben. Sie bleibt auch grundsätzlich drin, wenn er rennt und wenn er schießt. Aber was ist, wenn er auf die Schulter fällt oder einer auf ihn drauf fällt? Die Möglichkeit, dass wieder etwas passiert, müssen wir so gering wie möglich halten“, sagte Rose. Im Training wurden Stürze auf einer Weichbodenmatte simuliert und auch Zweikämpfe angedeutet, „aber es ist etwas anders gegen Rom oder Frankfurt in eine Situation unkontrolliert reinzugehen. Deswegen müssen wir Geduld haben, halbe Sachen machen keinen Sinn. Matze will sich in den Dienst der Mannschaft stellen, das ist löblich, darum waren wir auch mutig. Aber jetzt müssen wir auf die Bremse treten“, sagte Rose.

Ausgekugelte Schultern haben in Gladbach eine Geschichte. Kurios war die des Dänen Peter Nielsen, der sich daheim im Fernsehsessel das Gelenk auskugelte. Bitter war es beim Spanier Ruben, der in der Rückrunde der Saison 2003/2004 zweimal in drei Spielen das Problem hatte und daher vorzeitig die Leih-Zeit in Gladbach beenden musste, weil er operiert werden musste und zwölf Wochen ausfiel. Solche Komplikationen wollen die Borussen bei Ginter vermeiden. So wird es nichts mit der erhofften schnellen Rückkehr. wie lange er noch fehlen wird, ist offen. Tony Jantschke wird somit Ginter bis auf Weiteres vertreten.

Auch Alassane Plea wird am Donnerstag definitiv fehlen. Der Franzose absolvierte nach seiner Muskelverletzung, die er sich beim 0:1 in Dortmund zugezogen hatte, eine kurze Laufeinheit, ging aber nach wenigen Minuten wieder in die Kabine. „Lasso ist auch kein Thema für Rom. Es ist keine schwerwiegende Verletzung, doch die müssen wir auskurieren. Prognosen sind schwierig“, sagte Rose. Gleiches gilt für Raffael, der Dienstag nicht mit auf dem Platz war.

Zurück im Training sind hingegen Tobias Strobl und Ibrahima Traoré, die beide teilintegriert wurden. „In den nächsten Tagen sollen sie wieder komplett im Mannschaftstraining dabei sein, dann sind sie auch wieder Alternativen“, sagte der Trainer.

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