1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Martin Stranzl über Adi Hütter und Gladbachs letzte Saison

Borussias ehemaliger Abwehrchef : Stranzl spricht über Hütter, Lazaro, die EM und Borussias vergangene Saison

Zwischen 2011 und 2016 war Martin Stranzl Abwehrchef bei Borussia Mönchengladbach. Nun äußerte sich der 40-Jährige unter anderem zum künftigen Trainer der Gladbacher und zu seinen Landsleuten in Borussias Kader.

In seinen fünfeinhalb Jahren bei Borussia hat Martin Stranzl fast alle seiner insgesamt 145 Pflichtspiele unter dem Trainer Lucien Favre gemacht. Und die Gladbacher waren in der Amtszeit des Schweizers bekannt dafür, dass sie in der Regel Führungen über die Zeit zu bringen wussten. Insofern überrascht die Einschätzung Stranzls, der in Gladbach von 2011 bis 2016 Abwehrchef war, zu Borussias vergangener Saison nicht.

„Wenn man in so vielen Spielen in Führung geht und dann noch so viele Punkte liegen lässt, dann resultiert das in solch einer Saison, die wir letztendlich gesehen haben. Mir hat bei den Spielen von Borussia ein wenig die defensive Stabilität in der letzten Linie gefehlt. Das war am Ende ausschlaggebend. Natürlich gab es auch einige Verletzungen und am Ende den Trainerwechsel. Da sind viele Dinge zusammengekommen und es ist ein bisschen unglücklich gelaufen“, sagte der Österreicher..

Für Borussia ist der 40-Jährige derzeit ein beliebter Gesprächspartner. Für das Mitgliedermagazin stand Stranzl zuletzt zum Thema Relegationsrettung bereits Rede und Antwort, nun gab er auf der Internetseite des Klubs ein weiteres Interview, in dem er sich auch zum neuen Gladbacher Coach, Adi Hütter, äußerte.

„Adi Hütter kenne ich nicht persönlich, aber ich habe ihn als Trainer verfolgt. Er hat in seinen bisherigen Vereinen einiges bewirken können. Max Eberl wird sich Gedanken gemacht haben, welche Art von Trainer am besten passt. Ich hoffe, dass bei Borussia nun etwas Längerfristiges entsteht und dass etwas Ruhe einkehrt“, sagte Stranzl, der zu den beiden Österreichern im Gladbacher Kader der vergangenen Saison, Stefan Lainer und Valentino Lazaro, noch keinen direkten Kontakt hatte. Beide bereiten sich derzeit mit der Nationalmannschaft auf die Euromeisterschaft vor.

Stranzl bewertet die Situation seiner beiden Landsleute vor dem Turnierbeginn so: „Ob die beiden für die Österreicher zum Zuge kommen, kommt darauf an, welches System sie spielen werden. Ich denke aber, dass Valentino Lazaro auf der Außenverteidiger-Position eine gute Figur abgeben würde. So könnte es auch zu einem direkten Konkurrenzkampf zwischen den beiden Borussen kommen.“ Das Ziel des ÖFB-Teams werde es sein, das Achtelfinale zu erreichen. Ob das in einer Gruppe mit Nordmazedonien, Niederlande und Ukraine gelingen kann, hängt für Stranzl vom ersten Gruppenspiel ab.

  • Marcel Benger ist einer von 15
    Zwei spielten in der Bundesliga : Borussia verabschiedet 15 Spieler aus der U23
  • EM-Borussen : Thuram bei Frankreich außen vor
  • 25.08, Baden-Württemberg, Freiburg: Fußball: Bundesliga, SC
    Borussias künftiges System : Die Dreierkette ist kein Muss bei Hütter

„Wir haben eine klasse Qualifikation gespielt. In diesem Jahr konnten wir aber bisher nur ein Spiel gewinnen. Das ist natürlich kein glückliches Szenario, um in eine EM zu gehen. Das kann im Kopf eine Rolle spielen. Wenn wir gegen Nordmazedonien gut ins Turnier starten, könnte das ein Dosenöffner sein“, sagte Stranzl, der dem Turnier mit gemischten Gefühlen entgegensieht.

Aufgrund der nur prozentual möglichen Auslastung der Stadien habe sich bei ihm noch kein richtiges knisterndes Gefühl entwickelt. Verfolgen wird Stranzl die EM aber schon ganz genau – und mit Sicherheit auch speziell auf die Defensivleistungen der Mannschaften schauen. Damit kennt sich Borussias einstiger Abwehrchef schließlich bestens aus.