Borussia Mönchengladbach: Marcus Thuram will den nächsten Schritt machen

Thuram schwärmt schon : „Borussia ist der perfekte Klub für mich“

Am Mittwoch absolvierte Marcus Thuram sein erstes Training bei seinem neuen Klub. Danach stellte er sich den Medien.

Einen solchen Trubel dürfte Marcus Thuram bei einer Trainingseinheit noch nie erlebt haben in seiner noch jungen Karriere als Fußballer. Er war es, der am Mittwochnachmittag der Gefragteste der Borussia-Profis bei den vielen Fans war, die zum Training des Teams von Trainer Marco Rose erschienen. Es war die erste Einheit des Franzosen nach seiner Verpflichtung für zehn Millionen Euro von EA Guingamp.

Bei fast 40 Grad zeigte er bei seiner Premiere schonmal gute Ansätze. Gerade seine bullige Statur, dazu die Größe von 1,92 Metern wird bei vielen gegnerischen Verteidigern einen furchteinflößenden Eindruck hinterlassen. Doch persönlich ist Thuram, der Sohn des Weltmeister-Spielers Lilian Thuram, jemand, der vor allem für Unterhaltung steht. Nicht nur wegen seiner fußballerischen Spielweise, die geprägt ist von Tempo und Technik, sondern auch wegen seines Umgangs mit anderen Personen. Das zeigte er im Anschluss an seine sportliche Premiere bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit den Fans, denen er sich für Autogramme und Selfies zur Verfügung stellte, und auch bei seinem ersten Auftritt vor den deutschen Medien. Dort sprach der 21-Jährige über ...

... sein erstes Training und seinen Fitnesszustand: „Es ist toll, nach meinem Urlaub wieder auf dem Platz zu stehen. Obwohl es so heiß war, lief es ziemlich gut. Ich habe im Urlaub sehr viel und sehr hart gearbeitet, mein Vater hat da sehr drauf geachtet.“

... die Gründe für seinen Wechsel zu Borussia: „Das ist offensichtlich. Hier ist mit Marco Rose ein junger Trainer, der auf junge Spieler setzt. Ich möchte mich verbessern und den nächsten Schritt machen – dafür ist Borussia für mich der perfekte Klub.“

... seinen Vater Lilian Thuram, der als Rechtsverteidiger zum Beispiel 1998 Weltmeister mit der französischen Nationalmannschaft geworden ist: „Er hat mich so beeinflusst, wie ein Vater seinen Sohn beeinflussen kann. Er hat mir beigebracht, was es braucht, um ein Mann zu sein. Ich habe sehr viel von ihm gelernt.“

... sein Knipser-Talent, das er nicht von seinem Vater geerbt haben kann, der nur wenige Tore erzielte: „Auch ich habe nicht häufig getroffen, bis ich in der vergangenen Saison 13 Tore in Pflichtspielen erzielen konnte. Das war gut, aber jetzt möchte ich bei Borussia noch mehr Tore schießen.“

... seine Spielweise: „Ich bin ein schneller Spieler, der sehr gerne ins Dribbling geht. Ich kreire Situation, kombiniere viel mit meinen Nebenleuten. Und ich liebe es zu attackieren.“

... seine vielen französischen Mitspieler in Gladbach: „Das ist sehr gut für mich, um mich hier schnell einzuleben. Aber das war nicht der Grund, warum ich zu Borussia wollte.“

... einen möglichen Transfer von Malang Sarr, für den sich Thuram in den sozialen Medien engagiert hatte: „Ich habe mit ihm darüber gesprochen, aber er hat mir nichts verraten. Ich weiß nicht, ob Malang auch nach Mönchengladbach kommen wird, aber er ist ein sehr guter Spieler und wäre ein Gewinn für uns.“

... ein mögliches Debüt am Samstag gegen den französischen Erstligisten SC Angers: „Ich weiß es nicht, das muss der Trainer entscheiden. Aber bereit bin ich.“

Mehr von RP ONLINE