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Borussia Mönchengladbach: Marcus Thuram und Breel Embolo gehören zum schnellsten Gladbacher Team aller Zeiten

Gegen Leverkusen will sie wieder zuschlagen : Die schnellste Borussia aller Zeiten

Marcus Thuram und Breel Embolo haben die besten Sprintwerte seit der Datenerfassung. Unter Borussias Tempo litt zuletzt Eintracht Frankfurt und im Hinspiel auch schon Bayer Leverkusen. Die Geschichte soll sich am Wochenende wiederholen.

Der Brasilianer Wendell, Linksverteidiger bei Bayer 04 Leverkusen, dürfte äußerst ungern an das Hinspiel gegen Borussia zurückdenken. Beim 2:1-Sieg der Gladbacher ließ Marcus Thuram den 26-Jährigen ganz schlecht aussehen beim ersten Tor. Mit einem schnellen Antritt und einer Körpertäuschung rauschte Borussias Stürmer an ihm vorbei. Wendell musste dann auf dem Boden liegend zuschauen, wie Thuram dann Oscar Wendt das 1:0 auflegte.

Es war ein exemplarischer Spielzug der Borussen. Eine große Spezialität des Teams ist es, über die Außenpositionen zur Grundlinie zu stürmen und flach zu flanken. In der Mitte verwertet dann ein Kollege zum Tor. So fiel auch das zweite Tor damals gegen Leverkusen durch Thuram selbst, der auf diese Weise auch zuletzt in Frankfurt das 2:0 machte. Patrick Herrmann und Ramy Bensebaini legten vor.

Möglich ist das, weil Borussia so schnell ist wie noch nie. Thuram ist sogar der Mann mit der höchsten jemals gemessenen Geschwindigkeit. Seit 2013/14 werden diese Daten erhoben und Thuram ist Ende des vergangenen mit dem Top-Wert von 35,6 Stundenkilometern „geblitzt“ worden. Doch nicht nur „Tikus“ ist verantwortlich dafür, dass Gladbach unter Trainer Marco Rose zur schnellsten gemessenen Borussia aller Zeiten geworden ist. Breel Embolo bringt es mit 35,31 km/h auf den zweithöchsten Wert seit 2013/14. Erst dann folgt mit Nico Schulz (35,07 km/h im Jahr 2017) ein ehemaliger Borusse.

Sportdirektor Max Eberl wollte den Kader vor der Saison der Spielidee von Rose anpassen. Wichtig dafür: Tempo und Dynamik. Thuram und Embolo verkörpern beide Aspekte, Stefan Lainer und Ramy Bensebaini ebenso. So schafft es Borussia oft, ihre Gegner mit Überfallangriffen zu übertölpeln.

Zuletzt hat Eintracht Frankfurt das erfahren müssen. Da traten die Gladbacher schon in den ersten Sekunden mächtig auf die Tube. Embolo schickte mit einem Pass Alassane Plea auf die Reise, der nach einem Doppelpass mit Jonas Hofmann zum 1:0 abschloss. Embolo war auch beim 3:0 entscheidend beteiligt, nach einem Zuspiel von Florian Neuhaus zündete er den Turbo, rannte vorbei an Evan N’Dicka, der den Schweizer Nationalspieler zu Fall brachte. Ramy Bensebaini verwandelte den folgenden Elfmeter.

Die Stärken will Borussia auch beim Duell der Champions-League-Aspiranten am Samstag gegen Leverkusen (15.30 Uhr) wieder gewinnbringend einsetzen. Das Team von Trainer Peter Bosz agiert mit offensiven Außenspielern, entsprechend haben Thuram und Co. die Möglichkeit, Räume zu bekommen und zu nutzen wie im Hinspiel. Außerdem agierte Leverkusen beim 4:1-Sieg in Bremen am Montag zwar mit Sven Bender und Edmond Tapsoba mit zwei starken Innenverteidigern, beide haben jedoch Defizite in Sachen Tempo. Auch da wird Rose eine Chance für sein Team wittern.

Doch nicht nur läuferisch geht es um Geschwindigkeit, gerade in Geisterspielen ist es wichtig, zeitlich schnell zu sein. Das hat das Spiel in Frankfurt gezeigt. Aufgrund der fehlenden Unterstützung von den Rängen ist es wichtig, sich frühzeitig Selbstbewusstsein und -sicherheit zu erspielen. Und mit der Führung im Rücken hat es Borussia geschafft, in Frankfurt einen über die gesamte Spieldauer ungefährdeten Sieg einzufahren. Das wäre auch das Traum-Szenario für das Spiel gegen Leverkusen. Im Hinspiel lag Wendell übrigens schon in der 18. Minute auf dem Boden.